Lesung mit Joachim Friedrich in der AFG
Geheime Tipps preisgegeben

Havixbeck -

Der Kinder- und Jugendbuchautor Joachim Friedrich las in der Anne-Frank-Gesamtschule Auszüge aus seinen Büchern und sprach mit den Sechstklässlern über das Schreiben.

Donnerstag, 31.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 18:24 Uhr
Der Autor Joachim Friedrich sprach mit Sechstklässlern der Anne-Frank-Gesamtschule über das Bücherschreiben.
Der Autor Joachim Friedrich sprach mit Sechstklässlern der Anne-Frank-Gesamtschule über das Bücherschreiben. Foto: Kerstin Adass

„Könnt ihr euch vorstellen, später selbst mal Bücher zu schreiben?“, fragte Joachim Friedrich am Mittwochmorgen in der Schul- und Gemeindebibliothek. Die Reaktion der zwei sechsten Klassen der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) fiel eher zurückhaltend aus. „Manche von euch trauen sich vielleicht nicht, sich zu melden. In manchen Gesichtern sehe ich aber auch richtiges Entsetzen. Keine Sorge, das ging mir früher genauso“, versicherte der Kinder- und Jugendbuchautor. Er habe selbst immer gerne gelesen, aber zum Schreiben sei er viel zu faul gewesen.

Bei der Autorenlesung an der AFG, die am Tag zuvor schon am Schulstandort in Billerbeck stattgefunden hatte, war Joachim Friedrich aus Bottrop zu Gast. Vor fast 30 Jahren schreib er sein erstes Buch und hat sich mit Reihen wie „4 ½ Freunde“ inzwischen einen Namen gemacht. Finanziert wurde die Lesung mit Geldern aus dem Kulturetat des Kreises Coesfeld.

Während Friedrich einen Abschnitt aus seinem Buch „Lukas und das Geheimnis der sprechenden Tiere“ vorlas, hörten die Sechstklässler gespannt zu. Bei einem unterhaltenden Dialog zwischen dem Protagonisten Lukas und seinem schlagfertigen Kater Millicent konnten viele Kinder sich das Lachen nicht verkneifen.

Für eine akkurate Darstellung des hörgeschädigten Protagonisten hatten sich Joachim Friedrich und seine Co-Autorin Minna McMaster bei der Arbeit am Buch mit Kindern unterhalten, die selbst ein Hörgerät tragen. „Es war uns wichtig, dass Lukas ein ganz normaler Junge ist. Er hat ein Hörgerät, das kann er auch ausschalten, wenn er seine Ruhe haben möchte. Seine Schwerhörigkeit ist nie ein Problem“, erklärte der passionierte Krimileser. „Das ist wie im echten Leben: Manche Dinge kann man besser, andere nicht so gut.“

Seine Tätigkeit beschrieb Joachim Friedrich für die Kinder in einfachen Worten: „Ich schreibe eigentlich Aufsätze, genau wie ihr. Meine sind zwar etwas länger und werden zwischen zwei Pappdeckel gedruckt, aber ansonsten ist es sehr ähnlich.“ Auf die Frage eines Schülers, ob er hauptberuflich Autor sei, schüttelte Friedrich den Kopf: „War ich mal. Aber das tötet die Kreativität.“ Momentan unterrichte er an einer Hochschule, erläuterte der Professor für Betriebswirtschaft.

Schließlich verriet Joachim Friedrich den Sechstklässlern noch einen seiner „Geheimtipps“: „Lesen, lesen, lesen. Nur wer viel liest, kann gut schreiben.“

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