Ökumenischer Taizé-Gottesdienst
Stimmungsvoll und eindringlich

Havixbeck -

„Wir wollen ein Zeichen setzen für Frieden, Gemeinschaft und Ökumene“, begrüßten Pfarrer Dr. Oliver Kösters und Pastoralreferent Jens König-Upmeyer die Menschen. Gastfreundschaft sei in jedem Jahr das große Thema in Taizé. Dies ermutige zum Handeln vor Ort.

Freitag, 01.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 16:30 Uhr
Stimmungsvoll ging es während des Ökumenischen Taizé-Gottesdienstes in der evangelischen Kirche zu. Jüngere und Ältere tauchten hinein in Gebet, Gesang und Stille.
Stimmungsvoll ging es während des Ökumenischen Taizé-Gottesdienstes in der evangelischen Kirche zu. Jüngere und Ältere tauchten hinein in Gebet, Gesang und Stille. Foto: Marco Steinbrenner

Es ist schon gute Havixbecker Tradition, dass am Reformationstag ein Ökumenischer Taizé-Gottesdienst am Vorabend zu Allerheiligen gefeiert wird. Im evangelischen Kirchsaal herrschte am Donnerstagabend durch die vielen Kerzen und dem wenigen künstlichen Licht eine besondere Atmosphäre der Geborgenheit. Inspiriert von den Jugendtreffen in Taizé sangen die jüngeren und älteren Teilnehmer Lieder in verschiedenen Sprachen. Begleitet durch die Musikerinnen Vikarin Hanne Lamparter , Anne-Marie Mertens und Monika Wellermann sowie dem Organisten Andreas Raeker stand der Gesang im Mittelpunkt des Abends.

Jens König-Upmeyer las die Geschichte von Martin, dem armen Schuster vor. Martin lebte und arbeitete als Schuster im Keller eines Hauses. Er erkannte die Menschen meistens nur an ihren Schuhen, weil sie an seinem kleinen Kellerfenster vorbeiliefen. Fast alle diese Schuhe hatte er schon ein- oder zweimal in seinen Händen gehabt. Er war beliebt für seine gute und preiswerte Arbeit.

Pastoralreferent Jens König-Upmeyer (l.) und Pfarrer Dr. Oliver Kösters.

Pastoralreferent Jens König-Upmeyer (l.) und Pfarrer Dr. Oliver Kösters. Foto: Marco Steinbrenner

Am Feierabend las er gerne in seinem Lieblingsbuch, der Bibel. Die vielen Geschichten von Jesus interessierten ihn. Den ganzen Tag freute er sich auf dieses Buch. Er konnte den Abend kaum erwarten. Martin half den Menschen, wo er nur konnte. Einer Frau und ihrem Kind half er mit einer Suppe und einer warmen Stube. Einem älteren Mann forderte er auf ins Haus zu kommen und während der kalten Zeit einen Tee zu trinken. Der arme Schuster freute sich, dass er den Menschen helfen konnte. Er schlug seine Bibel auf und las, was Jesus gesagt hatte: „Alles, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Math. 25).

Diese Geschichte beeindruckte die Zuhörer im Kirchsaal und so folgte eine lange Zeit des Schweigens, die die Christen zum Nachdenken und zur inneren Ruhe brachte.

Die Fürbitten des Abends waren ebenso eindringlich wie auch besonders ausgesucht auf die derzeitige Situation in der Welt. Die Gewalt an Kindern durch Not, Krieg und Gewalt müsse beendet werden. Die Verantwortlichen seien dazu aufgerufen, eine menschenwürdige Welt zu schaffen. Ein Fürbitte beschäftigte sich mit der Einheit der Kirche. Der Frieden solle sich in der Welt ausbreiten.

Die Musiker spielten eine tragende Rolle am Abend.

Die Musiker spielten eine tragende Rolle am Abend. Foto: Marco Steinbrenner

Mit einem schwedischen Lied endete der Taizé-Gottesdienst offiziell. Danach spielten die vier Musiker noch einige stimmungsvolle Stücke zum Ausklang des Abends, der von einigen Erstbesuchern als sehr gelungen empfunden wurde. „Wer schon einmal in Taizé war, der hat die Begeisterung für Gesang, Gebet und Stille in sich aufgenommen“, erklärte eine Besucherin, die gut gestimmt und bestens gelaunt den Abend bestritt.

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