Herbstkonzerte des Jugendorchesters Havixbeck
Die Liebe in all ihren Klangfarben

Havixbeck -

Unter dem Titel „Von Herzen zu Herzen“ vereinigten die Herbstkonzerte des Jugendorchesters Havixbeck auf gelungene Weise Werke aus der Oper und vom Broadway mit modernen Stücken.

Sonntag, 03.11.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 16:30 Uhr
Lieder, die „Von Herzen zu Herzen“ gehen, brachte das Jugendorchester Havixbeck unter der Leitung von Rainer Becker gemeinsam mit der Sopranistin Henrike Jacob zur Aufführung.
Lieder, die „Von Herzen zu Herzen“ gehen, brachte das Jugendorchester Havixbeck unter der Leitung von Rainer Becker gemeinsam mit der Sopranistin Henrike Jacob zur Aufführung. Foto: Kerstin Adass

Die Liebe mag wohl eines der meistgenutzten Motive der Kunst sein. Unzählige Komponisten, Maler und Autoren haben sich von ihr inspirieren lassen – umso eindrucksvoller ist es, dass Liebe auf so verschiedene Art und Weise dargestellt werden kann.

Dieser Vielfalt bedienten sich auch drei Orchester der Musikschule Havixbeck bei ihrem alljährlichen Herbstkonzert, dass sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit erfreut. Beim Konzert am Samstagabend in der Sporthalle der Anne-Frank-Gesamtschule spielte das Jugendorchester Havixbeck zusammen mit der Sopranistin Henrike Jacob die Hauptrolle.

Ergänzt wurde das Programm außerdem durch Beiträge des Aufbaustufenorchesters unter der Leitung von Julia Henrichmann und Bernd Schwertheim sowie der Jugendmusik Havixbeck mit Dirigent Norbert Fabritius und E-Gitarrist Stephan Wolke. Am Sonntagnachmittag wurde das Programm ein zweites Mal aufgeführt.

Unter dem Titel „Von Herzen zu Herzen“ vereinigten die Orchester im Programm Werke aus der Oper und vom Broadway mit modernen Stücken des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll aus dem Bereich der „Klassiker“ war dabei Sergei Prokofjews Ballettmusik zu „Romeo und Julia“, die mit ihren Klangfarben von imposant und spannend bis tänzerisch-leicht sehr überzeugend vom Jugendorchester unter der Leitung von Rainer Becker präsentiert wurde. Auch das „Zigeunerlied“ der Carmen aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet begeisterte das Publikum.

Unter der Leitung von Bernd Schwertheim präsentierte das Aufbaustufenorchester sein Können.

Unter der Leitung von Bernd Schwertheim präsentierte das Aufbaustufenorchester sein Können. Foto: Kerstin Adass

Dies ist in großen Teilen Henrike Jacob zuzuschreiben, die das Jugendorchester in diesem Jahr als Gast gewinnen konnte. Die ausgebildete Sopranistin, die seit 2008 zum Ensemble des Theaters Münster gehört, trug ihre Melodien mit einem großen Maß an Ausdruck und Musikalität vor. Jacob beeindruckte mit ihrer klaren, natürlichen Stimme und schien vor den Augen der Zuschauer selbst zur Figur der Carmen zu werden. Auch beliebte Lieder wie Gershwins „Summertime“ und „If My Friends Could See Me Now“ von Cy Coleman interpretierte Henrike Jacob zusammen mit dem Jugendorchester.

„Sie sind in guten Händen; hier hat es schon einige Orchesterpärchen gegeben“, erzählte Jonathan Kruse, der zusammen mit Johanna Knospe die Moderation des Konzerts übernahm. Doch das Jugendorchester Havixbeck hatte nicht nur im Bereich der Liebe Erfolge vorzuweisen. Mehrere Kooperationen mit internationalen Ensembles und nicht zuletzt eine sehr erfolgreiche Teilnahme beim Landesorchesterwettbewerb in Wuppertal bestätigten in diesem Jahr einmal mehr das musikalische Niveau des Orchesters.

Das Konzertprogramm regte den ganzen Abend über zum Wohlfühlen und Nachdenken an, worauf das Publikum oft mit großem Beifall reagierte. Die ausladende Bühne mit weißem Hintergrund verwandelte die Turnhalle in einen Konzertsaal, ihre hohe Decke kam den Musikern akustisch zugute.

Auch an gutem Zusammenspiel und Einheit mangelte es den drei Orchestern nicht. „Wer gut spielen will, muss sich gegenseitig zuhören. Dafür braucht man gar keinen Dirigenten“, erläuterte Bernd Schwertheim. Er ging von der Bühne und überließ dem Aufbauorchester die Bestätigung seiner These mit einer Zugabe – ohne Dirigent, aber dafür mit viel Musik.

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