AFG und Institut für Physik kooperieren
Umwelt-Themen unter der Lupe

Havixbeck/Billerbeck -

In einer Arbeitsgemeinschaft der Anne-Frank-Gesamtschule experimentieren Fünftklässler gemeinsam mit Wissenschaftlern und Studierenden des Instituts für Physik der Uni Münster.

Freitag, 08.11.2019, 12:56 Uhr
Mit dem Klimawandel befassen sich die Fünftklässler der Anne-Frank-Gesamtschule am Standort Billerbeck in einer von der Universität Münster begleiteten Arbeitsgemeinschaft.
Mit dem Klimawandel befassen sich die Fünftklässler der Anne-Frank-Gesamtschule am Standort Billerbeck in einer von der Universität Münster begleiteten Arbeitsgemeinschaft. Foto: Rosalie Heinen

Was passiert beim Klimawandel? Welche Auswirkungen hat die Umwelt auf unser Leben? Und was können Kinder tun, wenn sie sich für ein gesundes Klima einsetzen möchten? Diese und viele andere Fragen beantworten Wissenschaftler und Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Fünftklässlern der Anne-Frank-Gesamtschule. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft, geleitet von Doktorandin Rosalie Heinen und Physikstudent Oliver Baumann, lernen die Kinder, wie man Plastik vermeidet. Sie stellen selbst Seife her, führen Experimente durch und geben ihr Wissen im Fachunterricht an Mitschüler weiter.

Drei Mädchen setzen sich derzeit mit physikalischen Umweltthemen auseinander, bis zum kommenden Halbjahr soll sich die AG so weit etabliert haben, dass mehr Schüler teilnehmen. Prof. Susanne Heinicke vom Institut für physikalische Didaktik hat das Projekt gemeinsam mit Schulleiter Dr. Torsten Habbel initiiert und freut sich über wachsendes Interesse: „Die Schülerinnen sind hochmotiviert.“ Allmählich spreche sich das Projekt herum. „Schließlich geht das Thema alle an.“

Für die Studierenden sei die Kooperation ein Gewinn, betont die Professorin: „Im Lehramtsstudium kommt die Praxis oft zu kurz. Hier lernen angehende Lehrkräfte die Interessen von Kindern und Jugendlichen kennen und erproben sich im lockeren Rahmen als Wissensvermittler.“

Doch das ist noch nicht alles. Im Rahmen eines Seminars setzen sich knapp 20 Studierende der Uni Münster mit den neu zu gestaltenden Räumlichkeiten am Billerbecker Standort der AFG auseinander, der sich seit zwei Jahren im Aufbau befindet. In enger Absprache mit den Physiklehrern Lars Voigt und Simon Lütkenhaus erarbeiten sie Konzepte für drei Physikräume, die den Unterricht optimieren sollen und zugleich moderne Sicherheitsstandards erfüllen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. „Das ist ein großer Gewinn“, sagt Susanne Heinicke, „weil man sich über Räume häufig zu wenig Gedanken macht, diese didaktisch jedoch einen großen Effekt haben können.“

Wie man in Klassenzimmern mit tragenden Säulen oder festen Pulten trotzdem eine offene Arbeitsatmosphäre erreicht, werden die Studierenden Anfang des kommenden Jahres vorstellen.

Schulleiter Dr. Torsten Habbel freut sich über die Kooperation mit dem Institut, die sich nahtlos in bereits bestehende Hochschulprojekte einfügt: „Für Schüler wie Lehrer ist der wissenschaftliche Austausch eine große Bereicherung.“

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