20 Jahre MS-Kontaktkreis
Gegenseitige Unterstützung wirkt

Havixbeck -

Einen triftigen Grund zum Feiern hatte der MS-Kontaktkreis Havixbeck. Seit 20 Jahren besteht die Selbsthilfegruppe, in der sich an Multiple Sklerose erkrankte Frauen und Männer zusammengeschlossen haben. Im Landgasthaus Overwaul begingen die Mitglieder mit ihren Begleitern und einigen Gästen am Mittwoch das Jubiläum.

Donnerstag, 14.11.2019, 07:00 Uhr
In geselliger Runde feierten am Mittwoch die Mitglieder des MS-Kontaktkreises Havixbeck, deren Begleitungen und einige Gäste das 20-jährige Bestehen der Selbsthilfegruppe. Deren Sprecherin Kathrin Lülf (vorne r.) wurde verabschiedet, ihre Nachfolge trat Christina Badinski (3.v.r.) an.
In geselliger Runde feierten am Mittwoch die Mitglieder des MS-Kontaktkreises Havixbeck, deren Begleitungen und einige Gäste das 20-jährige Bestehen der Selbsthilfegruppe. Deren Sprecherin Kathrin Lülf (vorne r.) wurde verabschiedet, ihre Nachfolge trat Christina Badinski (3.v.r.) an. Foto: Ansgar Kreuz

Der runde Geburtstag bedeutete aber auch eine kleine Zäsur. Nach 20 Jahren als ehrenamtliche Sprecherin des MS-Kontaktkreises wurde dessen Mitbegründerin Kathrin Lülf mit Blumen und einem Präsent verabschiedet. Damit gab die Havixbeckerin auch die Leitung der Montags-Gruppe ab. Christina Badinski , die Ansprechpartnerin der Dienstags-Gruppe ist, übernimmt nun zunächst die Leitung beider Gruppen. Damit ist die Kontinuität gesichert. „Wir sind aber auf der Suche nach jemanden, der die Moderation der Montags-Gruppe übernehmen möchte“, erklärte Christina Badinski.

Den Kontaktkreis gründeten am 8. November 1999 fünf Havixbecker innerhalb der Ortsvereinigung Münsters und Umgebung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Zum Einzugsbereich gehört auch die Gemeinde Nottuln. Heute hat der MS-Kontaktkreis rund 20 Mitglieder, die sich auf die beiden Gruppen verteilen.

Monatlich finden die Treffen statt, die dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch im Umgang mit der Erkrankung dienen. Unter anderem geht es um Therapiemöglichkeiten, Physiotherapie und Ärzte. „In der Selbsthilfegruppe können Probleme leichter diskutiert werden“, berichtet Badinski. Das Grundverständnis sei ein anderes als bei nicht betroffenen Gesprächspartnern.

Neben den regelmäßigen Zusammenkünften organisiert der MS-Kontaktkreis Informationsveranstaltungen und Fachvorträge. Gelegentlich werden gemeinsam Fachmessen besucht, auf denen neue Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf vorgestellt werden. Mit ihren Fragen können sich die Mitglieder des Kontaktkreises zudem an die DMSG-Beratungsstelle in Münster wenden.

Auch wenn die Erkrankung die Gruppenmitglieder verbindet, geht es nicht nur darum. Ebenso wichtig sind gemeinsame Ausflüge und Freizeitaktivitäten. „Die Barrierefreiheit ist bei Fahrten entscheidend“, hebt Kathrin Lülf heraus. „Die Busse müssen auch für Rollstuhlfahrer geeignet und die Führungen barrierefrei sein.“ Dies erfordere eine intensive Vorbereitung. „Es nützt nichts, wenn ein Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderter das Ausflugsziel zwar erreicht, sich vor Ort oder im Museum aber nicht bewegen kann“, ergänzt Christina Badinski. Diesbezüglich gebe es vielerorts noch einiges zu tun, waren sich Mitglieder der Gruppe einig.

Zum Jubiläum machte sich die MS-Kontaktgruppe einen schönen Tag. Beim gemeinsamen Singen wurden die Teilnehmer von Paul Lülf-Niehoff unterstützt, der seine Gitarre und Liedermappen mitgebracht hatte. Nach dem Mittagessen blickte Kathrin Lülf in einer reich bebilderten Präsentation auf die vielfältigen Aktivitäten der Gruppe in den vergangenen 20 Jahren zurück.

Zum Thema

Die MS-Kontaktgruppe ist offen für weitere Interessierte. Gruppe 1: jeden zweiten Montag im Monat, 15.30-17.30 Uhr, Backhaus Ebbinghoff; Gruppe 2: jeden zweiten Dienstag im Monat, 10-12 Uhr, Café am Turm, Stift Tilbeck; Kontakt über die DMSG-Beratungsstelle, ' 02 51/23 23 13, montags bis freitags 8.30 bis 12.30 Uhr, E-Mail: info@ms-muenster.de.

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