Freiwilliges Jahr in Tansania
Erst Vokabeln, dann Volleyball

Havixbeck -

Seit gut drei Monaten ist Tansania das Zuhause von Leonie Höltmann. In Iringa, einer 150 000-Einwohner-Stadt in der Mitte des ostafrikanischen Landes, absolviert die Havixbeckerin ein Freiwilliges Jahr.

Mittwoch, 04.12.2019, 21:00 Uhr
Seit August lebt Leonie Höltmann im Rahmen eines Freiwilligen Jahres in Tansania. An einer Schule gibt sie Sport- und Computerunterricht. In den Ferien hat sie Teile des Landes bereist.
Seit August lebt Leonie Höltmann im Rahmen eines Freiwilligen Jahres in Tansania. An einer Schule gibt sie Sport- und Computerunterricht. In den Ferien hat sie Teile des Landes bereist. Foto: Leonie Höltmann

Seit gut drei Monaten ist Tansania das Zuhause von Leonie Höltmann. In Iringa, einer 150 000-Einwohner-Stadt in der Mitte des ostafrikanischen Landes, absolviert die Havixbeckerin ein Freiwilliges Jahr. „Dort lebe ich zusammen mit meinen drei Mitfreiwilligen in einem eigenen Haus, das sich auf dem Schulgelände der St. Dominic Savio School Kigonzile befindet“, berichtet die 19-Jährige.

Montags bis freitags gibt Leonie am Hauptcampus der Schule gemeinsam mit einem anderen Freiwilligen Sportunterricht sowie mit einem Computerlehrer ICT-Unterricht. „Den Weg dorthin lege ich mit einem Piki Piki, einem Taxi-Motorrad, und einem Kleinbus, genannt Dalla Dalla , zurück“, beschreibt sie ihren Alltag. „Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt komme ich an der Schule in der Stadt an.“

Um 8 Uhr beginnt der Unterricht. „Im Wechsel geben mein Mitfreiwilliger und ich Sport- und Computerunterricht“, erklärt Leonie. Von den Kindern würden sie immer aufgeregt und freudig erwartet. Zum Sport geht es raus auf einen Sandplatz, wo Fang- oder Ballspiele auf dem Programm stehen. Der ICT-Unterricht sei vergleichbar mit dem deutschen Computerunterricht.

An Tablets arbeiten die Schüler mit einer speziell entwickelten Lern-App und lösen Aufgaben zu verschiedensten Themen. Auf diese Weise lernen sie zum Beispiel Rechnen, die Uhr lesen oder sie erfahren etwas über Gesundheit und Hygiene. Um 15.30 Uhr endet der Unterricht und Leonie fährt mit dem Schulbus zurück nach Kigonzile.

Dort stehen an vier Tagen in der Woche noch zwei Stunden Sprachkurs an, um Swahili zu lernen. „Wir haben bereits viel gelernt und es ist ein tolles Gefühl, wenn man dies im Alltag auch anwenden kann und man verstanden wird“, freut sich die Havixbeckerin. Da allerdings in der Schule ausschließlich Englisch gesprochen werde, spräche sie Swahili momentan nur, wenn sie in der Stadt unterwegs sei.

Gegen 18.30 Uhr geht in Tansania die Sonne unter. Innerhalb weniger Minuten wird es dunkel und es kühlt sich draußen ab. Deshalb unternehmen die vier Freiwilligen abends nur selten noch etwas.

Stattdessen kochen sie gemeinsam und machen sich einen entspannten Abend. „Dafür sind wir für gewöhnlich am Wochenende immer unterwegs und unternehmen und erledigen das, wofür wir in der Woche nicht die Zeit gefunden haben“, erläutert Leonie.

Fester Bestandteil ihres Wochenendprogramms ist Volleyball geworden. Zuvor leitet Leonie aber am Samstagvormittag noch zwei Stunden den German-Club für die Heim- und Waisenkinder, die bei ihr auf dem Schulgelände wohnen. „Spielerisch bringe ich ihnen ein paar deutsche Vokabeln bei.“ Dann geht es auf eine Farm, wo samstags von 16 Uhr bis zum Sonnenuntergang Volleyball gespielt wird. „Es kommen Leute verschiedenster Nationen und Altersgruppen zusammen und spielen mit- und gegeneinander“, beschreibt Leonie das Geschehen.

Ihre ersten, zwei Wochen dauernden Ferien verbrachte Leonie zusammen mit ihren Mitfreiwilligen. Für fünf Tage ging es zunächst zum Malawisee. Danach war der Ruaha-Nationalpark, der größte Nationalpark Tansanias, das Ziel der Freiwilligen.

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