Kabarettistischer Jahresrückblick
Storno-Fan hat Klappstuhl zurück

Havixbeck -

„Storno“ hieß zum elften Mal im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule. Das Kabarett-Trio Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther legte die Schlussrechnung für das Jahr 2019 vor.

Freitag, 13.12.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 17:56 Uhr
Mit ihrem kabarettistischen Jahresrückblick trafen (v.l.) Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther auch im elften Jahr voll den Nerv des Publikums im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule.
Mit ihrem kabarettistischen Jahresrückblick trafen (v.l.) Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther auch im elften Jahr voll den Nerv des Publikums im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule. Foto: Robert Hülsbusch

Volles Haus, super Stimmung, Tränen weinen vor Lachen. Als nach zweieinhalb Stunden das Programm endete, verließen 400 Zuschauer zufrieden und vergnügt das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ). Zum elften Mal gastierten Thomas Philipzen , Harald Funke und Jochen Rüther als „Storno“ mit ihrem kabarettistischen Jahresrückblick.

Schon bei der Begrüßung durch Dr. Torsten Habbel gab es die ersten Lacher. Der AFG-Schulleiter setzte sich auf einen Klappstuhl und fragte in die Runde, ob jemand dies deuten könne, so gehe Unterricht schließlich. Die Lösung: Der Vorverkauf für „Storno“. Gefühlt morgens um 6 Uhr kommen die Havixbecker zur Schule oder zu Bücher Janning, um dann um 8.30 Uhr durch die jeweilige Tür zu stürmen und die begehrten Tickets zu kaufen. Mit Kaffee und Brötchen wird zuvor die Wartezeit verkürzt.

Einer der Kartenkäufer war wohl so auf die Tickets konzentriert, dass er beim Verlassen der Buchhandlung seinen eigens für die Wartezeit mitgebrachten Klappstuhl vergaß. Und genau auf diesem hatte Dr. Torsten Habbel Platz genommen. Unter großem Beifall und Gelächter kam der Storno-Fan auf die Bühne und holte den Stuhl ab. Und auch Thomas Philipzen wandte sich an den Mann: „Das war eine besonders raffinierte Form der Sperrmüll-Beseitigung.“

Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther brannten ein kabarettistisches Feuerwerk ab – über Rechtspopulisten, über die selektive Wahrnehmung und über das Demokratieverständnis, natürlich mit Seitenhieben in Richtung Trump und Johnson, dem „Doppelten Beklopptchen“. Vermutlich – so das Trio - habe Putin alle diese Populisten nach gleichem Schema konstruiert. Philipzen: „Wobei Trump wahrscheinlich ein Montagsmodell ist.“

Harald Funke fand heraus, das Deutschland Spitzenreiter in Sachen Klimaschutz ist: „Wir sind weltweit das einzige Land, dessen Hauptstadt einen CO2-freien Flughafen hat.“

Auch die Initiative „Maria 2.0“ wurde auf die Schüppe genommen. „Die westfälischen Frauen aus dem Münsterland sind die rebellischsten auf dem ganzen Planeten“, warnte Thomas Philipzen. Und weiter: „Die münsterländischen Amazonen stehen nach einem Zug über die Alpen – ohne Elefanten – ante portas vor Rom.“

Das Finale des Jahresrückblicks war wie immer ein szenisches Spiel aus der Klassik: Orpheus aus der Unterwelt – mit Merz und Scholz. Bis „Friedrich Merz“ seine Maske abnahm. Es erschien Harald Funke mit Perücke: „Angie“.

Unter tosendem Beifall verabschiedete sich das Kabarett-Trio vom Havixbecker Publikum.

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