Hohenholter Sternsinger
Menschen warten auf den Besuch

Hohenholte -

Es war ein kleiner Gottesdienst, aber trotzdem saßen am Samstagmorgen 20 Sternsinger in der Hohenholter Stiftskirche St. Georg und stimmten sich beim Entsendungsgottesdienst auf den bevorstehenden Tag ein. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren wurden von Nicole Lefert betreut, die seit mehreren Jahren die Sternsingeraktion in Hohenholte organisiert.

Sonntag, 05.01.2020, 18:00 Uhr
Die fleißigen Sternsinger in Hohenholte machten sich am Wochenende auf den Weg, um 170 Familien den Segen zu bringen.
Die fleißigen Sternsinger in Hohenholte machten sich am Wochenende auf den Weg, um 170 Familien den Segen zu bringen. Foto: Kerstin Adass

Schon vor dem Gottesdienst liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Nicole Lefert trug die letzten goldenen Holzsterne aus ihrem Auto in die Kirche und verteilte Anstecker an die Sternsinger.

Der Plan für den Tag erstreckte sich über drei Bauerschaften mit ungefähr 170 Haushalten. Um diese zu bewältigen wurden die Sternsinger in Dreier- und Vierergruppen eingeteilt. „In den Bauerschaften warten die Menschen schon auf die Kinder. Da freut man sich richtig, das ist eine schöne Sache“, fasste Lefert ihre Erfahrung aus den Vorjahren zusammen.

Das Engagement in Hohenholte war auch in diesem Jahr groß. Viele Eltern meldeten sich freiwillig für Fahrdienste oder halfen beim Mittagessen, das für die Sternsinger im Pfarrheim bereitstand. Nicole Lefert erinnerte sich an eine Gruppe Sternsinger, die besonders viel Einsatz zeigte: „Normalerweise sind wir mit der Aktion samstags fertig. Aber es ist schon vorgekommen, dass die Kinder mir am Sonntag gesagt haben, dass sie einige Leute nicht angetroffen hätten und deshalb noch einmal losgehen möchten. Ganz von sich aus. Die sind dann bei Wind und Wetter wieder zwei oder drei Stunden gelaufen.“

Die Sternsinger sammeln in diesem Jahr Spenden für Kinder im Libanon. Das Land am Mittelmeer wird immer wieder von sozialen Unruhen und Kämpfen erschüttert, weshalb die Sternsinger ein Zeichen für Frieden im Libanon und auf der ganzen Welt setzen möchten. Auch die Süßigkeiten, die die Kinder und Jugendlichen bekommen, werden gespendet. „Das ist Wahnsinn, was da jedes Jahr zusammenkommt“, erzählte Nicole Lefert.

Nach der obligatorischen Segnung von Kreide und Aufklebern, mit denen die Sternsinger die Botschaft der Heiligen Drei Könige in die Häuser der Gemeinde trugen, segnete Pater Erasmus Tripp auch die jungen Freiwilligen.

Dann lächelte er in die Runde: „Wenn man in eure Gesichter schaut, liebe Sternsinger, dann kann das neue Jahr nur gut werden.“

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