Feuerwehr-Löscheinheit Hohenholte
Erstaunlich viele junge Leute

Hohenholte -

Die Löscheinheit Hohenholte ist Teil der Feuerwehr Havixbeck und zählt momentan 20 aktive Kräfte. Neben 23 Einsätzen im vergangenen Jahr absolvierten die ehrenamtlichen Mitglieder viele Lehrgänge und organisierten Dienstabende und Aktionen.

Montag, 06.01.2020, 07:00 Uhr
Etliche Feuerwehrmänner der Löscheinheit Hohenholte (gr. Foto) wurden offiziell im Beisein von Verwaltung (kl. Foto) und Kreisbrandmeister Christoph Nolte befördert.
Etliche Feuerwehrmänner der Löscheinheit Hohenholte (gr. Foto) wurden offiziell im Beisein von Verwaltung (kl. Foto) und Kreisbrandmeister Christoph Nolte befördert. Foto: Kerstin Adass

Wer am Freitagabend das Feuerwehrgerätehaus in Hohenholte zur Generalversammlung betrat, wurde zunächst von einer ungewöhnlich kleinen Gruppe von Menschen begrüßt. Auf den Tischen befanden sich weiße Tischdecken, das Essen stand bereit. Nur eines fehlte: die Feuerwehr . Eine halbe Stunde vor Beginn der Versammlung wurde die Löscheinheit Hohenholte zum Einsatz gerufen (siehe Bericht unten).

Die lockeren Gespräche während des Essens drehten sich unter anderem um Silvester. Kreisbrandmeister Christoph Nolte berichtete zufrieden, dass es für die Feuerwehr im Kreis Coesfeld zum Jahreswechsel neben zwei brennenden Gartenhütten nur wenige Einsätze gegeben habe. „Deshalb habe ich neben meiner Gartenhütte und dem Kaminholz immer zwei Feuerlöscher stehen“, lachte Nolte.

Mit Bürgermeister Klaus Gromöller sprach er über den Zustand der Feuerwehr: „Die Probleme in Münster sind die gleichen wie bei uns. Zum Beispiel sind die Gerätehäuser zu klein.“ Der Bürgermeister nickte und ergänzte zur Erweiterung der Gerätehäuser: „Das ist teilweise eine ziemlich teure Sache. Aber wenn Fläche da ist, wird diese genutzt.“

Dirk Rosenbaum verlas das Protokoll der letzten Generalversammlung aus dem vorigen Jahr. Es folgten der Bericht des Gerätewarts – „Wir haben jetzt wieder einen“, grinste Rosenberg – und der Bericht der Ehrenabteilung. „Wir wünschen der Wehr nach heftigen Stürmen wieder ruhiges Fahrwasser“, verkündete Paul Rochel im Namen aller Mitglieder der Ehrenabteilung. Im Tätigkeitsbericht und im Bericht der Wehrführung wurden vor allem die Anschaffung des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges und das Engagement der Feuerwehrmänner im Jahr 2019 hervorgehoben.

Die Löscheinheit Hohenholte ist Teil der Feuerwehr Havixbeck und zählt momentan 20 aktive Kräfte. Neben 23 Einsätzen im vergangenen Jahr absolvierten die ehrenamtlichen Mitglieder viele Lehrgänge und organisierten Dienstabende und Aktionen. „Für mich ist das keine Selbstverständlichkeit“, lobte Klaus Gromöller die Anwesenden. Er dankte den Feuerwehrmännern und ihren Familien für ihr Engagement.

Der Abend brachte einige Beförderungen und Ehrungen mit sich. Markus Leister und Marlon Rochel wurden nach ihrer bestandenen Probezeit zum Feuerwehrmann befördert. David Berning und Andreas Bömke dürfen sich „Oberfeuerwehrmann“ nennen. Außerdem erfolgte die Ernennung von Dirk Rosenbaum zum kommissarischen Einheitsführer und von Andre Rust zum kommissarischen stellvertretenden Einheitsführer. Frank Finnenkötter legte sein Amt als Löschzugführer nieder und wurde von seiner Mannschaft verabschiedet.

Die geladenen Gäste richteten allesamt lobende Worte an die Löscheinheit Hohenholte. Bürgermeister Klaus Gromöller freute sich, dass immer mehr Mitarbeiter der Gemeinde auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seien. Außerdem ließ er das vergangene Jahr Revue passieren. Während das Glasfaserprojekt in Havixbeck und Hohenholte fast abgeschlossen sei, versuche man immer noch, die Interessen der Bürger in Bezug auf erneuerbare Energien mit teils widersprüchlichen Vorgaben von Bund und Land zu vereinen.

Fachbereichsleiterin Monika Böse betonte, dass die Löscheinheit Hohenholte keineswegs nur ein Anhängsel der Feuerwehr Havixbeck, sondern unverzichtbar für die Gemeinde und ihre Bürger sei. Kreisbrandmeister Christoph Nolte fasste sich kurz: „Erstaunlich jung hier in Hohenholte. Und das ist auch gut so.“ Das Ehrenamt bei der Feuerwehr, so Nolte, sei eine lobenswerte, aber eine gefährliche Tätigkeit. Gerade deshalb sei es wichtig, das Ehrenamt im Kreis zu fördern und die Motivation zukünftiger Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner zu erhalten.

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