Erweiterung Anne-Frank-Gesamtschule beginnt
Mehr Raum für alle Schüler

Havixbeck -

Die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) ist einen riesigen Schritt weitergekommen, um mehr Klassen- und Beratungsräume zu bekommen.

Freitag, 10.01.2020, 18:32 Uhr
Schauten sich vor Ort die Lage an: (v.l.) Architekt Peter Bastian, Bernhard Haschke, Bernhard Pölling (Bauingenieure), Fachbereichsleiterin Monika Böse und Schulleiter Dr. Torsten Habbel. Der Erweiterungsbau (kl. Foto) nimmt die Klinkerfarbe auf.
Schauten sich vor Ort die Lage an: (v.l.) Architekt Peter Bastian, Bernhard Haschke, Bernhard Pölling (Bauingenieure), Fachbereichsleiterin Monika Böse und Schulleiter Dr. Torsten Habbel. Der Erweiterungsbau (kl. Foto) nimmt die Klinkerfarbe auf. Foto: de Carné/Grafik: Peter Bastian Architekten

Die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) ist einen riesigen Schritt weitergekommen, um mehr Klassen- und Beratungsräume zu bekommen. Dafür musste die weiterführende Havixbecker Schule lange kämpfen. Der Schulträger wollte zunächst eine kleine Lösung, um nicht zu viel Geld in die Schule stecken zu müssen. Die Kommunalpolitik sah das anders und präferierte ebenfalls eine Verbesserung, die auch dem Oberstufenzentrum mehr Möglichkeiten auf Dauer gibt. Erst ein Gutachten zeigte auf, dass die AFG mit über 1000 Schülern zu wenig Platzangebot bereitstellt. Selbst die Verwaltungsräume waren zu eng bemessen. Der neue Anbau und die Sanierung der älteren Gebäudeteile seien kein Luxus, sondern ein notwendiges Übel, brachte das Gutachten hervor.

Mit großen Schritten geht es nun in die Bauphase. Wie Architekt Peter Bastian am Donnerstag in der Schule erklärte, erwarte er die Ergebnisse für die Rohbau-Ausschreibung Ende Februar. Schon Ende März soll mit der Einrichtung der Baustelle begonnen werden. Wenn die Baugenehmigung vom Kreis Coesfeld pünktlich komme, könne bald mit den Arbeiten begonnen werden, so die Verantwortlichen von der Gemeindeverwaltung.

Der erste Bauzaun steht schon an der Stelle, wo der neue Anbau realisiert werden soll. Schon vor Wochen wurden Bohrungen durchgeführt und für Gründung der Fläche in acht Meter Tiefe eine Verdichtung mit Kies gefunden. „Dies ist damals schon vorgenommen worden, weil eine Verlängerung des Gebäudes in Betracht kam“, erklärte Bauingenieur Bernhard Haschke . Er stellte im Gespräch seinen Nachfolger Bernhard Pölling vor, der am 1. Oktober seinen Dienst bei der Gemeinde als Hochbauingenieur angetreten hat. Haschke verlässt die Gemeindeverwaltung am 30. April in den Ruhestand. Dennoch ist er im ganzen Umfang mit den Planungen vertraut und weiß, wo die Haken und Ösen sind. Die Umlegung der Wärmeversorgung sowie einige andere „Problemzonen“ müssten vor Baubeginn angepackt werden.

Der Erweiterungsbau

Der Erweiterungsbau

Die AFG erweitert sich in Richtung AWO-Haus. Der schräge Abgang zur Tartanbahn wird überbaut, um die nötigen Quadratmeter zu erzielen. An der Grenze zum AWO-Haus wurden bereits zwei Bäume gefällt. In der Ecke zum Grundschulwall ebenfalls.

„Wenn wir in den Erweiterungsbau ziehen, endet gleichzeitig unsere über fünfjährige Gastrolle in der Baumberge-Schule. Natürlich freuen wir uns mit der Grundschule, dass die Schüler wieder mehr Platz haben“, sagte Schulleiter Dr. Torsten Habbel .

In dieser gemeinsamen Zeit hätten zahlreiche gute Begegnungen an der Grundschule stattgefunden. Die Zusammenarbeit habe eine fruchtbare Selbstverständlichkeit angenommen. „Die positiven Auswirkungen unseres Miteinanders drücken sich auch in den hohen Anmeldezahlen von Grundschuleltern an der AFG aus.“

Der 10. Jahrgang wird in das Sockelgeschoss des Erweiterungsbaus ziehen. Dort stehen neben vier Klassenräumen auch ein Differenzierungs- und ein Inklusionsraum zur Verfügung. Ein kleines Lehrerzimmer schließt sich unmittelbar an, sodass die Schüler schnell ihre Klassenlehrer antreffen können.

Im Erdgeschoss werden der AFG Räume zur Verfügung stehen, die die Zusammenarbeit in der Schule deutlich erleichtern. Neben Räumen für die Schulleitung werden auch Besprechungsräume für Konferenzen, Arbeitsgruppen und Sprechzimmer eingerichtet.

Im Obergeschoss wird ein Jahrgang der gymnasialen Oberstufe sein Zuhause finden. Neben vier Kursräumen erhalten die Schüler einen Aufenthaltsraum, in dem sie sich während ihrer Freistunden verweilen können.

Durch eine geschickte Erweiterung im Sockelgeschoss werden die anderen beiden Oberstufenjahrgänge über eigene Aufenthaltsräume verfügen. Darüber hinaus ist geplant, dass die Schulbibliothek für Oberstufenschüler ihre Türen öffnet.

Der gesamte Neubau, insbesondere der neu eingerichtete Erweiterungsbau, wird digital auf dem neuesten Stand sein und allen Ansprüchen, die an eine moderne Schule gestellt werden, erfüllen. So steht den Oberstufenschülern der Zugang zum WLAN offen, in den Aufenthaltsräumen werden Arbeitsmöglichkeiten geschaffen. Mit dieser Maßnahme wird das Oberstufenzentrum deutlich aufgewertet.

Die Toilettenanlage wird im Neubau erweitert und behindertengerecht eingerichtet. Diese Anlagen stehen auch bei Sport- und anderen Veranstaltungen zur Verfügung.

„Die Zusammenarbeit zwischen Schulträger, Architekturbüro und Schule ist auf einem sehr hohen Niveau“, so Dr. Habbel. Regelmäßig finden Treffen zwischen allen Beteiligten statt, um den Erweiterungsbau so gut wie möglich zu planen und die Unannehmlichkeiten während der Bauphase so gering wie möglich zu halten.

„Mit dem Erweiterungsbau positioniert sich die AFG neu in der Baumberge-Region und dokumentiert ihren Anspruch, eine für alle Schüler attraktive Schule anzubieten, die allen Ansprüchen genügt“, erklärt Dr. Torsten Habbel im Planungsgespräch.

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