Umweltausschuss
Bäumen fehlt es an Vitalität

Havixbeck -

Stattliche Bäume prägen an vielen Stellen das Ortsbild in Havixbeck und sorgen zudem für frische Luft. Doch um die Gesundheit dieser sogenannten „raumbedeutsamen Gehölze“ ist es nicht immer gut bestellt, teils gehen sogar Gefahren von ihnen aus.

Freitag, 17.01.2020, 17:10 Uhr
Die Fällung dieser beiden Winterlinden an der Blickallee empfiehlt die Gemeindeverwaltung. Im Umweltausschuss wird über das Schicksal dieser und weiterer raumbedeutender Bäume beraten.
Die Fällung dieser beiden Winterlinden an der Blickallee empfiehlt die Gemeindeverwaltung. Im Umweltausschuss wird über das Schicksal dieser und weiterer raumbedeutender Bäume beraten. Foto: Ansgar Kreuz

Stattliche Bäume prägen an vielen Stellen das Ortsbild in Havixbeck und sorgen zudem für frische Luft. Doch um die Gesundheit dieser sogenannten „raumbedeutsamen Gehölze“ ist es nicht immer gut bestellt, teils gehen sogar Gefahren von ihnen aus. Deshalb sollen, so schlägt es die Gemeindeverwaltung vor, elf Bäume gefällt werden. Am kommenden Mittwoch (22. Januar) berät der Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Feuerwehr und Friedhof darüber.

Gefällt werden sollen unter anderem vier Stieleichen, die entlang des Antoniusweges stehen. Die Gemeindeverwaltung begründet diesen Schritt mit stark nachlassender Vitalität dieser Bäume. Festgestellt worden seien Schäden am Stammfuß durch Brandkrustenpilz, auseinanderbrechende Zwiesel (Baumgabelungen) sowie Sturmschäden aus dem Jahr 2018.

Gefällt und gerodet werden sollen zwei Winterlinden an der Blickallee. An diesen Bäumen wurden gefährliche Zwiesel sowie Sturmschäden aus dem Jahr 2018 festgestellt. Eine Kronensicherung sei, so die Gemeindeverwaltung, nur bedingt möglich. Für die beiden abgängigen Bäume seien im Jahr 2018 bereits Ersatzpflanzungen vorgenommen worden.

Auf der Liste der zu fällenden und zu rodenden Bäume stehen auch zwei Amerikanische Eichen an der Reiwickstiege. Mit stark nachlassender Vitalität, schwarzem Ausfluss, Befall durch den Riesenporling und Wurzelfäule begründet die Verwaltung die Beseitigung dieser Bäume. Als Ersatzbepflanzung sind deutsche Stieleichen vorgesehen.

Stark nachlassende Vitalität, schwarzer Ausfluss, Totholz und ein gefährlicher Zwiesel sind die Gründe, warum ein Kirschbaum auf dem Spielplatz am Elsternweg gefällt und gerodet werden soll. Nachlassende Vitalität, Totholz und Stammschäden wurden außerdem bei zwei Stieleichen auf dem Gelände des Sportzentrums diagnostiziert. Daher lautet auch hier die Empfehlung: „Fällen und roden“.

Beraten wird der Umweltausschuss auch über die Änderung der Liste der im öffentlichen Raum zu pflanzenden Gehölze. Im Dezember 2016 hatte der Rat eine Auswahl von Baumarten beschlossen, die bei Nachpflanzungen, in Alleen und bei Solitärpflanzungen gepflanzt werden sollen. Wegen des veränderten Klimas soll die Liste für Solitärpflanzungen nun um Eisenbaum, Amberbaum und Tupelobaum ergänzt werden. Außerdem empfiehlt die Verwaltung, von der Pflanzung von Zerreichen in Alleen aufgrund des Befalls durch den Eichenprozessionsspinner derzeit abzusehen.

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