Kita-Eltern starten Spendenaufruf
Sorge um die Zukunft nehmen

Hohenholte -

In der Familie Süß mischt sich die Trauer mit der Sorge um die Zukunft, nachdem Vater Bernd Süß im Januar im Alter von 44 Jahren verstarb. Die Menschen in Hohenholte fühlen mit der jungen Familie mit und wollen helfen. Die Elternschaft der Kita St. Georg startete einen Spendenaufruf.

Dienstag, 04.02.2020, 18:20 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 11:22 Uhr
Bei einem Urlaub am Meer sammelten Daniela und Bernd Süß mit ihren Kindern Luise und Joris neue Energie.
Bei einem Urlaub am Meer sammelten Daniela und Bernd Süß mit ihren Kindern Luise und Joris neue Energie. Foto: Familie Süß

Der Tod von Familienvater Bernd Süß, der im Alter von 44 Jahren am 8. Januar – genau ein Jahr nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs – verstarb, bewegt die Menschen in Hohenholte weiterhin sehr. In der jungen Familie mischt sich die Trauer mit der ernsten Sorge, wie es für sie in Zukunft weitergeht. Daher haben Elternschaft, Mitarbeiter und Kinder der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Georg beschlossen, Familie Süß zu unterstützen.

Die Initiatoren des Spendenaufrufs schildern die schwierige Lage: „Leider bringt dieser schwere Verlust neben der großen Trauer auch viele Sorgen mit sich: das Haus muss weiter bezahlt werden, die Kinder, Joris ist zwei Jahre und Luise zehn Monate alt, wollen versorgt werden, und Daniela Süß muss jetzt alleine für sie und die finanzielle Situation aufkommen.“

Weiter heißt es: „Eigentlich war es nur ein kleinerer Arbeitsunfall, aber kurze Zeit später stand die Welt der Familie Süß auf dem Kopf. Dabei hatte die junge Familie noch so viele Pläne.“ Zum Zeitpunkt der Diagnose sei die Familie gerade dabei gewesen, sich einen neuen Lebensmittelpunkt im Münsterland aufzubauen. Bernd Süß hatte als Tischler eine von ihm lang ersehnte Anstellung bei Westfalenfleiß in Münster bekommen. Dort konnte er seinen Beruf mit der Arbeit mit Menschen, die ein Handicap begleitet, verbinden. Gemeinsam mit seiner Frau Daniela hatte er ein Haus in Hohenholte gekauft. Doch die Pläne der Familie wurden durchkreuzt.

Im Januar 2019 wurde eher zufällig bei Bernd Süß Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt. Als er nach einem Arbeitsunfall Medikamente nicht vertrug, stellten die Ärzte bei genaueren Untersuchungen einen ersten Tumor fest, der chirurgisch entfernt werden sollte. Doch nach der Operation war klar, dass der Tumor bereits in mehrere Organe metastasiert hatte. Bernd Süß erhielt mehrere Chemotherapien.

Im Sommer 2019 gab es für kurze Zeit Grund zur Hoffnung, da sich seine Werte etwas verbessert hatten. Aber die Ärzte entdeckten in einer erneuten OP weitere Metastasen. Bernd Süß ging es immer schlechter, heißt es im Spendenaufruf weiter.

Im Dezember erlitt der Familienvater einen Darmverschluss und überlebte die notwendige OP nur knapp. Doch er schaffte es noch einmal für drei Wochen nach Hause. In dieser Zeit besuchte er gemeinsam mit seiner Familie das Krippenspiel an Heiligabend in Hohenholte und unternahm einen Ausflug in den Zoo.

„Die Familie versuchte, ein wenig ‚Normalität‘ zu genießen, denn die Ärzte hatten ihnen gesagt, dass Bernd nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Im Januar 2020 verschlechterte sich sein Zustand rasend schnell. Er verstarb am Abend des 8. Januar 2020 im Beisein seiner Familie in ihrem gemeinsamen Haus. Seine Frau Daniela hat ihn bis zu seinem Tod zu Hause gepflegt und versorgte noch dazu die beiden kleinen Kinder“, berichten die Vertreter der Kita St. Georg.

Wer Familie Süß helfen möchte, kann Spenden auf folgende Konten überweisen: Kontoinhaber: Katholische Kirchengemeinde, Verwendungszweck: Spendenaufruf Familie Süß, Volksbank Baumberge, IBAN DE89 4006 9408 0400 7808 00, oder Sparkasse Westmünsterland, IBAN DE79 4015 4530 0018 0010 57. Die Ausstellung einer Spendenquittung ist möglich, bei Bedarf wenden sich Spender an die Kita St. Georg, E-Mail: kita.stgeorg-hohenholte@bistum-muenster.de. Ansprechpartnerin ist Leiterin Anna Steinweg.

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