Neuer Therapieroboter im Stift Tilbeck
Flauschige Robbe setzt Schlüsselreize

Havixbeck -

Auf den ersten Blick ist die Robbe „Paro“ ein flauschiges Kuscheltier. Doch in ihr steckt moderne Technik, mit der sie zum Beispiel auf Streicheln reagiert. Im Konrad-von-Parzham-Haus des Stiftes Tilbeck kommt die Therapie-Robbe zum Einsatz.

Donnerstag, 06.02.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 11:00 Uhr
Die Therapie-Robbe Paro ist im Stift Tilbeck angekommen (v.l.): Anke Leifer, Mechtild Gausepohl (soziale Betreuung im Konrad-von-Parzham-Haus) und Spender Ludger Osterkamp.
Die Therapie-Robbe Paro ist im Stift Tilbeck angekommen (v.l.): Anke Leifer, Mechtild Gausepohl (soziale Betreuung im Konrad-von-Parzham-Haus) und Spender Ludger Osterkamp. Foto: Stift Tilbeck

„Oh wie niedlich, darf ich die mal streicheln?“, so oder ähnlich sind die Reaktionen auf die ersten Begegnungen mit der Robbe Paro, die als Spende von Ludger Osterkamp , Geschäftsführer der Firma ExTox Gasmess Systeme in Unna, im Konrad-von-Parzham-Haus im Stift Tilbeck an Einrichtungsleitung Anke Leifer übergeben wurde.

Paro ist eine Therapie-Robbe, die einen beruhigenden Einfluss auf Patienten haben soll, erläutert das Stift Tilbeck in einer Pressemitteilung. Die Roboter-Robbe hat ein flauschiges Fell und kann über eine taktile Sensorik wahrnehmen, wenn ein Mensch sie streichelt. Dann reagiert die Robbe mit Bewegungen, ob es ein Augenklimpern, die Bewegung des Kopfes oder gar ein Geräusch, das wie ein zufriedener Quietschlaut klingt, ist.

Im Laufe ihres Wirkens mit den Patienten erlernt Paro immer mehr Fertigkeiten und reagiert so zum Beispiel auch auf Namen, mit denen sie angesprochen wird. Die Robbe wird in Deutschland vor allem bei Menschen mit Demenzerkrankungen eingesetzt und soll dafür sorgen, Schlüsselreize auszulösen und die Patienten gesprächiger beziehungsweise gelöster zu machen.

„Ich erhoffe mir durch die Robbe einen Türöffner zu Patienten mit Demenzerkrankungen zu erhalten und freue mich riesig über die großzügige Spende der Firma ExTox“, so Einrichtungsleitung Anke Leifer.

Ludger Osterkamp ist ebenfalls begeistert von der Robbe und hat sie im eigenen Unternehmen schon vorgestellt. Auch dort konnten die Mitarbeitenden dem Charme der Robbe Paro nicht widerstehen. „Wir können uns kaum von der Robbe trennen“, berichtet er mit einem zwinkernden Auge. Umso mehr freut er sich, dass die Robbe im Konrad-von-Parzham-Haus nun ihr angedachtes Zuhause gefunden hat und dort als Therapie-Robbe eingesetzt werden kann, wo sie wirklich benötigt wird. Osterkamp führt in Unna sein familienfreundliches Unternehmen mit viel Lebensfreude, und das merkt man ihm an: „Es geht uns gut und wir möchten andere daran teilhaben lassen!“

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