Drittes Havixbecker Akrobatiktreffen an der AFG
Gemeinsam zum perfekten Auftritt

Havixbeck -

Rund 200 Artisten sind zusammengekommen, um im Rahmen des dritten Havixbecker Akrobatiktreffens voneinander zu lernen. Neben 20 Schülerinnen und Schülern der AFG und Mitgliedern des Vereins, „Zirkus Fassungslos“ kommen die Künstler aus Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien, Schweden und der Schweiz.

Dienstag, 03.03.2020, 15:18 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 17:12 Uhr
Viele Anregungen sammelten die Schülerinnen der Zirkus-AG der Anne-Frank-Gesamtschule beim dritten Havixbecker Akrobatiktreffen. Gemeinsam erarbeiteten sie neue Nummern.
Viele Anregungen sammelten die Schülerinnen der Zirkus-AG der Anne-Frank-Gesamtschule beim dritten Havixbecker Akrobatiktreffen. Gemeinsam erarbeiteten sie neue Nummern. Foto: AFG

In der Zweifachsporthalle der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) wimmelt es von jungen Artisten: Kinder laufen auf Bällen, Mädchen dehnen sich an langen Tüchern in Spagat, auf dem Boden stemmen Erwachsene und Jugendliche einander in die Höhe. Es herrscht eine konzentrierte Ruhe, unterbrochen von Tipps und guten Ratschlägen, teils auf Deutsch, häufig auf Englisch.

Rund 200 Artisten sind zusammengekommen, um im Rahmen des dritten Havixbecker Akrobatiktreffens voneinander zu lernen. Neben 20 Schülerinnen und Schülern der AFG und Mitgliedern des Vereins, „Zirkus Fassungslos“ kommen die Künstler aus Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien, Schweden und der Schweiz.

3. Akrobatikwochenende an der AFG

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  • Akrobatikwochenende an der AFG

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„Hier sind so viele Leute, die coole Sachen können“, freut sich Josefine Hallenberger (16), die gerade noch kopfüber im Spagat an Strapetentüchern hing. Und Hanna Jurah (15) ergänzt: „Obwohl wir die anderen nicht kennen, hilft uns immer jemand, wenn wir wackeln.“

Die beiden Zehntklässlerinnen sind seit vier Jahren Teilnehmerinnen der Zirkus-AG an der AFG unter der Leitung des Sportlehrers und Akrobatiktrainers Jürgen Kerstin . Er hat ihnen die Grundtechnik beigebracht, hier lernen sie die Feinheiten. Gerade gibt der passionierte Bodenakrobat Schülerinnen Hilfestellung bei einem Handstand auf Schultern. Als ein drittes Mädchen die komplizierte Bodenübung ergänzt, wird es wackelig. Immer wieder positionieren sich die drei, stemmen einander in die Höhe und brechen doch zusammen. Geduldig nehmen die Jugendlichen Korrekturen an, wer keine Kraft mehr hat, macht Platz für die nächsten. Allen scheint klar zu sein: Artistik braucht Zeit.

„Die Jugendlichen lernen hier, wie man lernt“, sagt Kerstin. Und zählt noch weitere Kompetenzen auf, die die jungen Akrobaten erwerben. Neben der Verantwortung für ihre künstlerische Weiterentwicklung, die sie hier in insgesamt 16 Workshops vorantreiben können, werden Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein groß geschrieben. „Wer hier teilnimmt, übernimmt zugleich eine Gemeinschaftsaufgabe. Anders könnten wir diese ehrenamtlich organisierte Veranstaltung nicht stemmen.“ Am Eingang passen Erwachsene auf, dass nur angemeldete Teilnehmer die Schule betreten, andere kümmern sich darum, dass das Haus sauber und ordentlich bleibt, helfen beim Transport von Geräten, die zum Teil vom Hochschulsport Münster stammen, oder bei der Verpflegung.

Zu den Highlights gehörte ein Vortrag vom Manager des Chinesischen Nationalzirkus und Clown, Raoul Schoregge, sowie der Choreographin Sun Quing Quing. Sie machten klar, dass es nicht nur um die Beherrschung und Präsentation von Tricks geht, sondern darum, das Publikum zu berühren. So präsentierten die Artisten des Chinesischen Nationalzirkus eine kleine Liebesgeschichte im Gewand der Akrobatik, ließen die Teilnehmer aber auch an ihrer technischen Kunstfertigkeit teilhaben: Der Weg zum chinesischen Handstand ist eine Herausforderung, die sie wohl noch lange beschäftigen wird.

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