338 000 Euro für „Droste Digital“
Meersburger Nachlass zeitgemäß inszenieren

Havixbeck -

Digitalisiert und in zeitgemäßer Form einem breiten Publikum in einer Ausstellung auf Burg Hülshoff nähergebracht werden soll der „Meersburger Nachlass“ der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Das Ausstellungsprojekt des Centre for Literature wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert.

Dienstag, 03.03.2020, 19:00 Uhr
Das Center for Literature erarbeitet das Ausstellungsprojekt „Droste Digital“, das im Jahr 2022 auf der Burg Hülshoff zu sehen sein soll.
Das Center for Literature erarbeitet das Ausstellungsprojekt „Droste Digital“, das im Jahr 2022 auf der Burg Hülshoff zu sehen sein soll. Foto: Klaus de Carné

Das Kuratorium der LWL-Kulturstiftung entschied, das Ausstellungsprojekt „ Droste Digital“ des Center for Literature, in Trägerschaft der Annette-von-Droste-zu-Hülshoff-Stiftung, mit 338 000 Euro zu fördern. Die Ausstellung auf Burg Hülshoff ist für das Jahr 2022 geplant.

Grundlage für die Ausstellung ist die digitale Erfassung des umfangreichen Nachlasses von handschriftlichen Dokumenten der Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), der als sogenannter Meersburger Nachlass Eigentum der Staatsbibliothek zu Berlin ist. 2018 konnte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe diesen Nachlass von der Universitätsbibliothek Münster in das Westfälische Literaturarchiv des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) überführen. Dort wird der umfangreiche Handschriftenbestand gelagert, erschlossen und weiter erforscht.

„Die Förderung dieser Ausstellung beruht auf einer bereits 2018 getroffenen Vereinbarung mit unseren Kooperationspartnern in Berlin und Münster“, betont Matthias Löb , LWL-Direktor und Vorstandsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung. Das Erbe der Droste-Hülshoff nicht nur zu lagern und zu digitalisieren, sondern es durch zeitgemäße und innovative Inszenierungen, Programme und Ausstellungen weit in die Zukunft und in die Welt hinauszutragen, sei ein gemeinsames Ziel dieser Vereinbarung, so Löb weiter. „Droste für Alle – Droste Digital bringt uns diesem Ziel einen Riesenschritt näher“, freut sich Löb.

Mit szenografischen Setzungen werden die digitalen Handschriften vergrößert und mit literaturhistorischen Kontexten sowie künstlerischen Elementen ergänzt. Dabei bieten die Themenfelder Biedermeier damals und heute, Emanzipation und Geschlechter, Natur und ihre Transformation, Familie und die Sprache als solche eine Grundordnung der Ausstellung.

Für die Realisierung des Ausstellungsprojektes konnte das Center for Literature ein tragfähiges Netz an Kooperationen knüpfen. So unterstützen das LWL-Archivamt sowie die Droste-Forschungsstelle der Literaturkommission des LWL die Digitalisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses. Mit der Staatsbibliothek zu Berlin als Eigentümerin des Nachlasses reicht das Netzwerk bis in die Hauptstadt.

Als Ko-Produzent und weiterer Ausstellungsort konnte das Deutsche Literaturarchiv Marbach gewonnen werden. Schließlich wird die Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin zu sehen sein.

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