Weltgebetstag aus Simbabwe
„Ich würde ja gerne, aber . . .“

Hohenholte -

Frauen aus Simbabwe haben den Weltgebetstag vorbereitet. Zu einem Gottesdienst am Freitag (6. März) um 17 Uhr in St. Georg Hohenholte lädt das ökumenische Weltgebetstagsteam ein.

Mittwoch, 04.03.2020, 06:00 Uhr
Die Künstlerin Nonhlanhla Mathe gestaltete das Titelbild „Rise! Take Your Mat and Walk” zum Weltgebetstag, der von Frauen aus Simbabwe gestaltet wurde.
Die Künstlerin Nonhlanhla Mathe gestaltete das Titelbild „Rise! Take Your Mat and Walk” zum Weltgebetstag, der von Frauen aus Simbabwe gestaltet wurde. Foto: Nonhlanhla Mathe

„Ich würde ja gerne, aber. . .“ – Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken beim Weltgebetstag am kommenden Freitag (6. März). Auch in Havixbeck und Hohenholte.

Das ökumenische Weltgebetstags-Team lädt am Freitag alle Interessierten um 17 Uhr zum Gottesdienst in die St.-Georg-Kirche in Hohenholte ein. Ein Austausch mit Informationen über das Land Simbabwe und einem landestypischen Imbiss schließen sich im Pfarrheim an. „Mit der Teilnahme setzen wir ein verbindendes Zeichen, das nicht nur für die Frauen in Simbabwe so wichtig ist“, erläutert Brigitte Nissen für das Weltgebetstags-Team.

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst bringen die Simbabwerinnen zum Ausdruck: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hoch verschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis erlassjahr.de und anderen, mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugute kommen. Unterschriften sind auf einer Unterschriftenliste am Weltgebetstag oder online (www.weltgebetstag.de/aktionen) möglich.

 

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