Gelsenwasser AG baut neue Wasserleitungen in Havixbeck
Frischwasser sprudelt

Havixbeck -

Eine gute Nachricht für die Havixbecker Bevölkerung hatte Frank Bielert von der Gelsenwasser AG mitgebracht: „Einen Mangel an Frischwasser wird es für die Menschen nicht geben, auch wenn es zwei heiße Sommer hintereinander gibt“, sagte der Experte im Umweltausschuss am Mittwochabend.

Freitag, 13.03.2020, 06:42 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 15:44 Uhr
Am Leitstand der Gelsenwasser AG in Haltern.
Am Leitstand der Gelsenwasser AG in Haltern. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine gute Nachricht für die Havixbecker Bevölkerung hatte Frank Bielert von der Gelsenwasser AG mitgebracht: „Einen Mangel an Frischwasser wird es für die Menschen nicht geben, auch wenn es zwei heiße Sommer hintereinander gibt“, sagte der Experte im Umweltausschuss am Mittwochabend. Er erklärte, dass der Versorger Gelsenwasser ein umfangreiches Ausbauprogramm geplant habe und dieses teilweise bis 2026 umsetzen möchte. Danach sei bestimmt noch nicht alles fertig. „Es geht dann noch weiter.“

Bielert sprach von einer „Aufweitung“ der gesamten Kanäle. Noch liegen die alten empfindlichen Graugussleitungen mit einen Durchmesser von 20 Zentimetern im Boden. „Der Querschnitt wird auf 30 Zentimeter vergrößer, damit mehr Wasser durchfließen kann.

Aktuell ist Havixbeck im Ausbauprogramm schon mit dabei. Die Schützenstraße wird derweil in Abschnitten bis Oktober gesperrt und saniert. Hausanschlüsse und Wasserleitungen werden erneuert und ausgetauscht. In diesem Zusammenhang sei es für Gelsenwasser klar, dass dort schon das Kanalnetz auf den neuesten Stand gebracht werde.

Aus dem Stausee Haltern beziehen Havixbeck und weitere Kommunen das Frischwasser, das zunächst natürlich im Wasserwerk der Gelsenwasser AG aufbereitet wird. Die Haupttrasse führt von Haltern über Bösensell nach Havixbeck und dann weiter über Hohenholte nach Altenberge.

„Bislang liegt nur eine Hauptleitung vom Wasserwerk nach Havixbeck. Diesen Zustand wollen wir auch verändern“, so Frank Bielert. Eine zweite Hauptleitung mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern soll in Zukunft die Versorgung sichern. Bis Ende 2027 ist diese Maßnahme geplant. Ob das klappt, stehe auch noch ein bisschen in den Sternen, da es teilweise auch um Privatgelände gehe, das zunächst mit Eigentümern besprochen werden müsse.

„Der Verbrauch hat 2018 durchschnittlich um 20 bis 30 Prozent zugenommen. Dieser Entwicklung stellen wir uns“, erklärte Experte Bielert. Die Menschen kämen an heißen Sommern nach Hause wollten sich einmal mehr duschen oder noch den Garten sprengen. Dadurch würden die Verbräuche in die Höhe schnellen.

Umweltausschussvorsitzender Dirk Eikmeyer (Grüne) hatte bei dem Aspekt doch ein Nachfrage. „Fördern wir denn nicht damit noch den Verbrauch von kostbarem Frischwasser. Sollte man da nicht generell auch Einsparungen vornehmen?“, fragte Eikmeyer den Referenten. In heißen Sommern würde immer mehr Wasser verbraucht als in anderen Monaten. Diese Situation beobachte Gelsenwasser schon seit Jahrzehnten. Vielmehr sei der Mehrverbrauch aber auch der gestiegenen Anzahl der Wohneinheiten auf dem Lande geschuldet. „Wo immer noch Baugebiete entstehen, wie in Havixbeck, steigen die Verbräuche auch an“, erklärte Frank Bielert. Dieser Tatsache folgend hätte Gelsenwasser diesen Maßnahmenkatalog entwickelt.

Nach dem Neubau an der Schützenstraße sei ein Hauptstrang in Richtung Hohenholte im nächsten Jahr an der Reihe. Dort müsse ein Privatgelände in Anspruch genommen werden. Dies gelte es erst einmal zu sichern. Danach folge der Bereich Bahnhof Havixbeck und die Bauerschaft Lasbeck im Jahr 2022. Es seien in den 1970er Jahren schon PVC-Rohre in die Erde gebuddelt worden. Auch dieses Material sei fällig und müsste ausgetauscht werden.

Die entstehenden Kosten für die Maßnahmen würden allgemein auf die Verbraucher umgelegt. „Da wird die Kasse der Gemeinde nicht extra belastet, so Bielert.

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