Musik zur Marktzeit: „Die Frau des Pilatus träumt“
Passion: Frauen spielen tragende Rollen

Havixbeck -

Unter dem Thema „Die Frau des Pilatus träumt“ stand die „Musik zur Marktzeit“ in der Pfarrkirche St. Dionysius. Die präsentierten Texte und Bilder können während der Fastenzeit weiter betrachtet werden.

Montag, 16.03.2020, 17:48 Uhr
Die „Musik zur Marktzeit“ in der St.-Dionysius-Pfarrkirche gestalteten (v.l.) Petra Focks, Manfred Wordtmann und Andrea Toloczyki zum Thema „Die Frau des Pilatus träumt“.
Die „Musik zur Marktzeit“ in der St.-Dionysius-Pfarrkirche gestalteten (v.l.) Petra Focks, Manfred Wordtmann und Andrea Toloczyki zum Thema „Die Frau des Pilatus träumt“. Foto: MZM

Frauen sind Gegenüber. Frauen sind Bereicherung. Frauen sind Korrektiv. Frau und Mann ergänzen sich. Zusammen machen sie die Kirche ganz. „Die Thematik Frau in der Kirche ist die dringendste Zukunftsfrage, die wir haben“, sagte der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing , nach seiner Wahl vor wenigen Tagen im ARD-Morgenmagazin.

Genau diese Thematik griff die „Musik zur Marktzeit“ am Freitagnachmittag auf. Unter dem Thema „Die Frau des Pilatus träumt“ trugen Petra Focks und Andrea Toloczyki in der gut besuchten Pfarrkirche St. Dionysius zu den Frauengestalten vor, die in der Passion Jesu eine tragende Rolle spielen: Die Frau, die Jesus vor seinem Begräbnis salbt; Claudia, die Frau des Pilatus, die wegen dieses Jesus von Nazareth einen warnenden Traum hatte; die Magd, die Petrus mit seiner Lüge beziehungsweise mit der Wahrheit konfrontiert; die Frauen, die im Gegensatz zur Jüngerschar nicht vor dem Leid fliehen und Maria Magdalena, die als Erste Zeugin der Auferstehung wird, als Erste dem Auferstandenen begegnet und die, eine Frau, den Jüngern die Auferstehung verkündet.

Impulse von Andreas Knapp, Priester und Dichter, beschlossen die Stationen: „Wenn eine Frau den Leib Christi salben konnte, warum sollen Frauen dann nicht zum Salbungsdienst befähigt sein. Wenn eine frau den Jüngern als Apostelin vorausging, warum sollten Frauen dann zur Apostelnachfolge nicht auch gerufen sein.“

Die Musik zu den einzelnen Stationen wurde ausdrucksstark von Manfred Wordtmann auf dem Saxofon gestaltet.

Die zahlreichen Besucher hörten unter anderem von Edvard Grieg „Solveigs Lied“ aus der Peer Gynt Suite opus 23, von Georg Friedrich Händel „Rezitativ und Arie“ aus der Oper „Rinaldo“, von Manfred Wordtmann „Homenage á Bach“ und passend zur Auferstehung, zur Hoffnung, von Edvart Grieg „Morgenstimmung“.

Texte und Bilder der „Musik zur Marktzeit“ werden während der Fastenzeit in der Pfarrkirche St. Dionysius in Havixbeck präsentiert und können dort gelesen und betrachtet werden, so die Organisatoren.

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