80 Pädagogen absolvieren Fortbildung
AFG-Lehrer fit für digitale Schule

Havixbeck -

Smartboards und Computer in neuester Qualität gehören ab sofort zum Unterrichtsalltag an der Anne-Frank-Gesamtschule. Während einer Fortbildung machten sich die Lehrer mit den Möglichkeiten des digitalen Lernens vertraut.

Mittwoch, 18.03.2020, 06:00 Uhr
Marten Möllers erklärt seinen Kolleginnen Karin Rose und Jessica Vedder den parallelen Umgang mit Smartphone und Tablet.
Marten Möllers erklärt seinen Kolleginnen Karin Rose und Jessica Vedder den parallelen Umgang mit Smartphone und Tablet. Foto: AFG

Ab sofort gehören Smartboards und Computer in neuer Qualität zum Unterrichtsalltag an der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) dazu. In einer ganztätigen Lehrerfortbildung wurde das gesamte Kollegium der Schule in die neuen Möglichkeiten der digitalen Schule eingeführt.

Konzentriert blickt die Gruppe auf das Smartboard, während Informatiklehrer Nils Lydorf das Schulnetzwerk erklärt. Denn über „IServ“ können alle Schüler problemlos den Termin- wie Vertretungsplan der Schule einsehen. Räume können von Lehrern online reserviert werden. IServ bietet zudem eine gut ausgebaute E-Mail-Funktion, mit der Lehrer mit einzelnen Schülern, aber auch mit Lerngruppen, Klassen oder weiteren Lehrkräften problemlos kommunizieren können.

Den Lehrern wurden Apps gezeigt, die Wissensabfragen über pfiffige Lernspiele oder auch ein Feedback zum Unterricht ermöglichen. Digitale Tafelbilder visualisieren Unterrichtsergebnisse in neuer Qualität.

Zur digitalen Schule gehört aber auch eine angemessene Ausstattung in den Klassen- und Kursräumen, die dann entsprechend genutzt werden können. Denn die neue Technik ist noch jung: Im Herbst des letzten Jahres wurden in den Klassenräumen Beamer unter der Decke angebracht, die, verbunden mit Mini-PCs, in nur wenigen Klicks Filmmaterial zugänglich machen.

Informatiklehrer Nils Lydorf (r.) erläutert seinen Kollegen (v.l.) Magdalena Walczak, Ulrike Thiele und Horst Urban die Möglichkeiten des IPads.

Informatiklehrer Nils Lydorf (r.) erläutert seinen Kollegen (v.l.) Magdalena Walczak, Ulrike Thiele und Horst Urban die Möglichkeiten des IPads. Foto: AFG

Erst im Dezember 2019 wurde das Schulnetz auf den Schulserver „IServ” umgestellt. Seit Januar 2020 können alle 1000 Schüler sowie 100 Lehrkräfte auf den Schulserver zugreifen. Ein Glasfasernetz sorgt seit wenigen Tagen für notwendige flächendeckende Netzverbindung, die für die Schülerschaft je nach Bedarf im Unterricht freigeschaltet wird. Denn „die Handynutzung außerhalb des Unterrichts ist für Mittel- und Unterstufenschüler nach wie vor verboten“, so Möllers . „Uns geht es um die pädagogische Nutzung digitaler Medien!“

Doch das ist erst der Anfang, in acht Stunden sind gerade mal die Grundlagen erklärt. „Routine stellt sich wohl erst im Laufe der Zeit ein“, meint Marten Möllers, der die Digitalisierung gemeinsam mit den Kollegen Nils Lydorf und Klaus Klein an der Anne-Frank-Gesamtschule Schule umsetzt. „Umso wichtiger, dass jeder die nötige Hardware besitzt. Denn nur wenn die Computertechnik jederzeit zugänglich ist, sinkt die Hemmschwelle, diese Medien auch zu nutzen.“

Marten Möllers erläutert die Möglichkeiten, mit Apple-TV Bilder oder Filme vom Tablet direkt im Klassenraum zu präsentieren.

Marten Möllers erläutert die Möglichkeiten, mit Apple-TV Bilder oder Filme vom Tablet direkt im Klassenraum zu präsentieren. Foto: AFG

Jüngst haben rund 70 Lehrerinnen und Lehrer mit je 250 Euro Unterstützung der Gemeinde Havixbeck ein IPad gekauft, das in der schulinternen Fortbildung erstmalig zum Einsatz kam. Hier schlüpften die Lehrer noch einmal in die Schülerrolle, ließen sich in die neue Technik einweisen, probierten neue Funktionen am Computer aus, halfen sich – ähnlich wie im Unterricht die Schüler – gegenseitig weiter und überlegten Möglichkeiten, das neu erworbene Wissen für den Schulunterricht umzusetzen.

Jessica Vedder, Lehrerin für Englisch und Pädagogik, ist beeindruckt von den neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet: sei es das Schneideprogramm für Filme, die Recherchemöglichkeiten oder die medienunterstützte Gruppenarbeit. „Mich motiviert die neue Technik und ich bin mir sicher, dass es den Schülern auch so geht.“

Auch Schulleiter Dr. Torsten Habbel freut sich über die Digitalisierung, die neben dem engagierten Einsatz der Kollegen nur mit Unterstützung der Gemeinde möglich war: „Dass wir jetzt auf derart hohem Niveau modernen Unterricht durchführen können, ist nur durch die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich geworden. Hier haben Schulträger, Politik und Schule an einem Strang gezogen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

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