Jahreshauptversammlung des Milchschafzuchtvereins
Maßnahmen zum Herdenschutz

Havixbeck -

Schnell erledigt waren die Formalitäten auf der Jahreshauptversammlung des Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung. So blieb Zeit zum Meinungsaustausch. Ein Dauerbrenner dabei: die Wolfsansiedlung.

Mittwoch, 18.03.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 18:14 Uhr
Verschiedene Schafrassen halten die Mitglieder des Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung.
Verschiedene Schafrassen halten die Mitglieder des Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung. Foto: Milchschafzuchtverein

Zur Hauptversammlung des Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung trafen sich Schafhalter verschiedener Rassen im Gasthaus Füsting. Traditionell wurden zunächst die Vereinsformalitäten erledigt.

Die Wahlen zum Vorstand brachten erwartungsgemäß keine Neuerungen. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ulla Kauling und zur Kassiererin Margret Füßmann-Jaswetz wiedergewählt. Neue Kassenprüferin wird Elisabeth Daldrup für die nächsten zwei Jahre sein.

Nach dem Verzehr eines Schinkenschnittchens konzentrierte sich die Versammlung auf zwei Hauptthemen. Zum einen entwickele sich die Wolfsansiedlung und deren Folgen zu einem leidigen Dauerbrenner, berichtet der Vorsitzende des Milchschafzuchtvereins, Helmut Bolwin. Trotz der rasant steigenden Population in Deutschland gebe es bislang nicht einmal Ansätze eines Managementplans, was für eine rechtssichere und dringend notwendige Bestandsregulierung unumgänglich wäre. Aber immerhin habe die Landesregierung ihre Vorstellungen zum Herdenschutz konkretisiert. Die jedoch teils „weltfremden Anforderungen“ führten zu einer regen Diskussion innerhalb der Versammlung.

Als deutlich erfreulicher erwies sich ein anderes Thema, nämlich die Rückschau auf den Jahresausflug 2019. Der hatte ein besonderes Ziel. Besucht wurde die alte Landschule in der Burgsteinfurter Bauerschaft Sellen. Da die meisten Teilnehmer schon lange im Rentenalter sind, war der Klassenraum quasi eine Zeitreise in die eigene Kindheit. Nicht nur die historische Einrichtung, auch die authentische Schulstunde durch die kaiserliche Pädagogin „Fräulein Leisestreng“ („Ihr seid leise, ich bin streng.“) ließe heutigen Pädagogen das Blut in den Adern gefrieren.

Die Sellener Landschule wird von einem Trägerverein erhalten und ist von außen ein unscheinbares Gebäude, das neben der Dienstwohnung des Lehrers und einer kleinen Selbstversorgerlandwirtschaft auch den eigentlichen Schulraum beherbergt.

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