Corona-Virus
„Anordnung ist keine Schikane“

Havixbeck -

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, ist die Mitwirkung der Bürger unabdingbar. Die Gemeindeverwaltung erläutert die Einschränkungen, die sich aus der sogenannten Allgemeinverfügung ergeben.

Donnerstag, 19.03.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 18:44 Uhr
Die Gemeindeverwaltung gibt weitere Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie.
Die Gemeindeverwaltung gibt weitere Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Foto: Klaus de Carné

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu begrenzen, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales weitere Maßnahmen angeordnet. Die Gemeindeverwaltung legt diese Anordnungen in einer sogenannten Allgemeinverfügung fest.

Danach müssen im gesamten Gemeindegebiet alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen – in geschlossenen Räumen wie im Freien – eingestellt werden. Ausgenommen davon sind lediglich notwendige Veranstaltungen, die der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsfürsorge dienen.

„Die private Doppelkopfrunde mit vier Personen ist also ebenso verboten wie die große Feier zu Omas Geburtstag oder die Hochzeit“, erläutert Fachbereichsleiterin Monika Böse . Diese Anordnung sei keine Schikane, sie solle dazu beitragen, die Krankheitsübertragung auf ein Minimum zu reduzieren. Und das bedeute, auf Abstand zu gehen.

„Die Bürger sollten alle Treffen vermeiden, die nicht unbedingt notwendig sind“, unterstreicht auch Rathausmitarbeiterin Ulrike Overmeyer. Einkäufe für die tägliche Versorgung sind selbstverständlich noch erlaubt. Aber dabei sollte man Luft zwischen sich und den Mitmenschen lassen.

„Bei dem schönen Wetter zieht es alle nach draußen“, weiß Monika Böse. Aber auch Gruppenveranstaltungen unter freiem Himmel seien zu unterlassen. Das gelte für die fröhliche Runde von Jugendlichen, die im Bürgerpark zusammensitzt, ebenso wie für die Radtour mit Freunden mit abendlichem Grillen auf der heimischen Terrasse. Das Ansteckungsrisiko sei dabei einfach zu hoch. Und wenn sich das Virus noch weiter verbreitet, seien noch drastischere Reglementierungsmaßnahmen zu erwarten.

„Wir müssen an die Bürger appellieren, sorgsam mit Kontakten umzugehen, um andere zu schützen. Man kann selbst Träger des Virus sein, ohne es zu wissen“, unterstreicht Monika Böse.

Im Rathaus wurde ein Krisenstab gebildet, um neue Informationen und Erlasse zeitnah zu verarbeiten und umzusetzen. Informationen finden die Bürger auch auf der Homepage. Das Rathaus selbst ist geschlossen, alle Arbeiten und Dienstleistungen laufen aber weiter. Die Bürger werden gebeten, ihre Anliegen telefonisch oder per E-Mail mitzuteilen. Die Ansprechpartner finden sich auf der Homepage.

 

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