Coronavirus: Stift Tilbeck schließt die Pforten
Große Solidarität gibt Zuversicht

Havixbeck -

Still geworden ist es im Stift Tilbeck bedingt durch die Corona-Pandemie. In einem letzten Schritt folgte noch die Schließung der Tilbecker Werkstätten.

Freitag, 20.03.2020, 18:44 Uhr
Das Stift Tilbeck ist eigentlich ein sehr lebendiger Ort, doch mit der Corona-Pandemie ist auch dort Stillstand eingekehrt.
Das Stift Tilbeck ist eigentlich ein sehr lebendiger Ort, doch mit der Corona-Pandemie ist auch dort Stillstand eingekehrt. Foto: Stift Tilbeck

Das Leben im Stift Tilbeck ist wegen der Corona-Pandemie mittlerweile komplett stillgelegt und soziale Kontakte sind nur erlaubt, sofern sie zwingend erforderlich sind. Das heißt auch, dass die Stift Tilbeck GmbH zurzeit auf die unterstützende Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter verzichten muss.

Aufgrund des Coronavirus gilt bereits seit der vergangenen Woche für die Pflegeeinrichtungen und die Einrichtungen der Eingliederungshilfe ein eingeschränktes Besuchsverbot. Nur unter sehr strengen Auflagen ist ein Besuch möglich. Das Café am Turm, der Secondhand-Shop und das Turmantiquariat mussten deshalb bereits schließen, Gottesdienste werden nicht mehr gefeiert.

Gerade in den Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe gilt es die Menschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, denn in diesen Einrichtungen leben alte und erkrankte Menschen oder Menschen, die an Vorerkrankungen leiden. Im Falle einer Infektion ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes erhöht, erläutert das Stift Tilbeck in einer Pressemitteilung.

Tilbecker Werkstätten geschlossen

Als letzter Schritt erfolgte nun noch der Erlass zur Schließung der Tilbecker Werkstätten, die am Donnerstag ihre Pforten für die Menschen mit Behinderungen geschlossen haben. Notbetreuungen sind allerdings auch hier angedacht, um Angehörigen, die zum Beispiel in der medizinischen Versorgung arbeiten, eine Weiterarbeit zu ermöglichen.

Es ist eine Ausnahmesituation, die im Moment vor niemandem haltmacht und auch im Stift Tilbeck Handlungen erfordert. „Wir haben es mit einer der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte zu tun, das lässt sich jetzt schon sagen“, erklären Thomas Kronenfeld und Ruth Meyerink, Geschäftsführende der Stift Tilbeck GmbH. Um gemeinsam an den kommenden Herausforderungen zu arbeiten, hat die Geschäftsführung in der letzten Zeit einen Krisenstab einberufen, der die Lage im Blick hält und Fragen der sich fast täglich ändernden Lage klärt. In dieser Zeit habe die Begleitung und Pflege der Menschen in allen Lebenslagen die höchste Priorität, und diese werde unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen weiterhin aufrechterhalten. Dabei stelle das Stift Tilbeck die zwingend medizinischen Behandlungen sicher.

Zusammenhalt und Engagement

Meyerink und Kronenfeld sind sehr dankbar für die Solidarität ihrer Mitarbeitenden: „In unseren Abläufen hier in Tilbeck wird es in der kommenden Zeit Einschränkungen geben, wir werden zusammenarbeiten und zusammenhalten müssen. Wir erleben jetzt schon sehr viel Engagement in allen Bereichen und die Bereitschaft unserer Mitarbeitenden, zur Entspannung der Situation beizutragen. Dieses große Vertrauen in unsere Tilbecker Gemeinschaft gibt uns schon jetzt viel Kraft und Zuversicht, für die wir sehr dankbar sind.“

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