VHS-Vortrag
Herkunft des Coronavirus noch nicht endgültig geklärt

Havixbeck -

„Die Corona-Pandemie ist bisher noch eine Fragezeichen-Pandemie“, sagt der Wissenschaftsjournalist Felix Hütten. Er informierte auf Einladung der VHS in einer Videokonferenz über die Corona-Krise.

Sonntag, 29.03.2020, 16:23 Uhr aktualisiert: 29.03.2020, 16:28 Uhr
Über 200 Zuhörer verfolgten per Videokonferenz den von der VHS angebotenen Vortrag von Felix Hüten zur Corona-Pandemie.
Über 200 Zuhörer verfolgten per Videokonferenz den von der VHS angebotenen Vortrag von Felix Hüten zur Corona-Pandemie. Foto: VHS

„Das ist ein Großereignis, das es in der Form noch nie gegeben hat.“ Der Wissenschaftsjournalist Felix Hütten informierte in einer Videokonferenz über die Corona-Krise und Ausblicke für die Zukunft. Da momentan alle Volkshochschulen geschlossen sind, gab es jetzt die Möglichkeit, einen Vortrag digital zu verfolgen. Organisiert wurde der Online-Vortrag von der Volkshochschule (VHS) Dülmen – Haltern am See – Havixbeck und der VHS des Landkreises Erding.

Hütten, ein studierter Mediziner, der für die Süddeutsche Zeitung arbeitet, erläuterte, wie das Virus aufgebaut ist und wie es sich verbreitet hat. Er stellte klar, dass wir es mit einem speziellen Virus aus der Gruppe der Corona-Viren zu tun haben – SARS-CoV-II. Die genaue Herkunft ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Allgemein gibt es sehr viele offene Fragen, die sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt stellen. „Die Corona-Pandemie ist bisher noch eine Fragezeichen-Pandemie“, so Hütten.

Alleine an Symptomen könne man die Krankheit nicht bestimmen, nur der Test kann eine Erkrankung belegen. Das Ziel müsse sein, die Infektionsrate so abzubremsen, dass das Gesundheitssystem von der Anzahl der schweren Erkrankungen nicht überlastet wird. „Der Idealfall ist, dass ein Infizierter keinen weiteren Menschen infiziert“, erklärte Hütten. Ebenfalls prüfen Forscher, ob der menschliche Körper nach überstandener Krankheit eine Immunität entwickelt. Auch dieses ist bisher noch nicht bewiesen.

Die Wissenschaft arbeitet mit Hochdruck an Lösungen. Für eine Impfung wäre beispielsweise das Verfahren denkbar, dem Menschen einen abgeschwächten Virus zu spritzen, sodass das Immunsystem Antikörper bilden kann und sich auf den Erreger einstellt. Bei der Erkrankung durch Covid-19 hätte es dann bereits bessere Lösungen parat.

„Nichts wäre besser als eine funktionierende Impfung“, sagt Hütten. Dieser zeigt sich zuversichtlich, da viel Geld in die Hand genommen wird, einen Impfstoff und Medikamente zu entwickeln. Wie lange es jedoch bis dahin dauert, bleibt vorerst unklar.

Über 200 Zuhörer beteiligten sich an dem Angebot der Volkshochschulen und nahmen an der Videokonferenz teil.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7348246?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F
Nachrichten-Ticker