Digitalisierung an der AFG
Neue Technik ermöglicht gute Arbeitsergebnisse

Havixbeck -

Schüler- und Lehrerschaft profitieren von Digitalisierung der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck-Billerbeck. Auch wenn die momentane Umstellung auf Homeoffice eine große Veränderung bedeutet, gelingt diese inzwischen gut.

Freitag, 03.04.2020, 07:00 Uhr
Lehrer und Schüler im Homeoffice: Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, und sein sein achtjähriger Sohn Jonas. arbeiten und lernen zu Hause.
Lehrer und Schüler im Homeoffice: Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, und sein sein achtjähriger Sohn Jonas. arbeiten und lernen zu Hause. Foto: AFG

Die Umstellung von Schule auf Homeoffice stellt für Schüler, Lehrer und Eltern eine große Veränderung dar. Nach fast drei Wochen ist jedoch klar: Lehrer- und Schülerschaft der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) gelingt diese neue Lernform erstaunlich gut. So melden Klassenpflegschaftsvorsitzende der AFG zurück: „Gut, dass es IServ gibt. Das System funktioniert sehr gut. Zum Glück hat die AFG rechtzeitig mit der Digitalisierung begonnen.“

Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der AFG, kann diesen Eindruck nur bestätigen: „Ich bin begeistert, wie gewissenhaft die Schüler arbeiten und welche tollen Ergebnisse sie abliefern.“ Die besondere Herausforderung stecke vor allem in der Selbstorganisation. Da seien Eltern mitunter eine große Hilfe, zum Beispiel indem sie gemeinsam mit dem Kind feste Arbeitszeiten vereinbaren und die Ergebnisse gemeinsam besprechen. „Wichtig finde ich, Vertrauen in das Kind zu haben und nur zu helfen, wenn es auch nötig ist.“

Ich bin begeistert, wie gewissenhaft die Schüler arbeiten und welche tollen Ergebnisse sie abliefern.

Stephan Humpohl

Für jüngere Schülerinnen und Schüler ist es mitunter eine Unterstützung, sich an das gewohnte Stundenraster zu halten. Barbara Job, Lehrerin für Französisch und Biologie, schickt zum Beispiel ihre Materialien zeitnah zu den Stunden raus, in denen sie auch ihren Fachunterricht hätte und freut sich über eine zuverlässige Beteiligung ihrer Unter- und Mittelstufenschüler. Die individuelle Würdigung der Arbeitsergebnisse sei wichtig, um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, weiterzumachen und nicht zu schnell aufzugeben. Lösungsblätter helfen bei der Selbstkontrolle.

Schön sei, so Barbara Job, dass der persönliche Kontakt erhalten bleibe: „Auch wenn das Homeoffice zunächst einmal zusätzliche Arbeit bedeutet, macht es auch große Freude, die teilweise rührenden und lieben E-Mails mit guten Wünschen und den teilweise hervorragenden Arbeitsergebnissen zu lesen. Toll, was manche Schüler da gerade imstande zu leisten sind!“

Nach der Benutzeranmeldung können Schüler und Lehrer auf den Schulserver der Anne-Frank-Gesamtschule zugreifen.

Nach der Benutzeranmeldung können Schüler und Lehrer auf den Schulserver der Anne-Frank-Gesamtschule zugreifen. Foto: AFG

Laut Katharina Lydorf , Lehrerin für Deutsch, Englisch und Sport, tun sich vor allem Schüler hervor, die im Unterricht eher zurückhaltend sind. „Offenbar geben die Aufgaben, die sie erstaunlich umfangreich und gut bearbeiten, diesen Schülern eine Orientierung im Tag”, so Lydorf. Zudem ermögliche die neue Technik digitales Arbeiten in eigenem Tempo sowie individuelle Förderung.

„Unsere Schüler verfügen über sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen. Nicht alle haben einen PC oder die Eltern können ihre Kinder nicht immer so unterstützen, wie es optimal wäre”, gibt Schulleiter Dr. Torsten Habbel zu bedenken. „Gerade deswegen ist es so sinnvoll, dass meine Kolleginnen und Kollegen unseren Schülern positive Rückmeldungen geben.“

Dass das neue Lernsystem gut ankommt, zeigt auch die Statistik, berichtet die AFG in ihrer Pressemitteilung weiter. Zwischen 90 Prozent und 95 Prozent aller Schülerinnen und Schüler melden sich mindestens einmal am Tag bei „IServ“ an. Die Kernzeiten liegen zwischen 9 und 15 Uhr, also nah an regulären Unterrichtszeiten. Während dieser Zeiten profitieren die Schülerinnen und Schüler nicht nur von individueller Betreuung, wenn Fragen beantwortet oder Aufgaben korrigiert werden, auch digitale Lernformen werden erprobt, die bis dato noch nie zum Einsatz kamen.

So plant Katharina Lydorf zum Beispiel gerade eine digitale Pinnwand mit Bildern, Texten, Videos und Sprachaufnahmen. „Meine Klasse kann gleichzeitig daran arbeiten, Einträge kommentieren und so in Echtzeit darüber diskutieren. Das macht Spaß und holt ein wenig von der Klassenatmosphäre ins Homeoffice, die wir gerade alle so vermissen.“

„Dank der Kreativität meiner Kollegen und der Zuverlässigkeit unserer Schüler werden wir den Unterricht nach Beendigung der derzeitigen Maßnahmen ohne großen Vorlauf wiederaufnehmen können”, benennt Dr. Torsten Habbel das Ziel des derzeitigen „Distanzlernens”.

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