Schulaufgaben über „Iserv“ funktionieren
Aller Anfang ist schwer – und dann klappt es auch gut

Havixbeck -

Karin Rose, Deutschlehrerin an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG), hat ihrer Klasse 7.3 kurz vor den Osterferien die Aufgabe gegeben, eine Reportage über das sogenannte Distanzlernen (Homeschooling) der drei Wochen bis zum Ferienbeginn zu schreiben – ein Einblick in den digitalen Alltag aus der Sicht 13-jähriger Schülerinnen und Schüler.

Dienstag, 14.04.2020, 22:19 Uhr aktualisiert: 15.04.2020, 15:36 Uhr
Luzia Welting fehlt der Kontakt zu den Mitschülern und Lehrern. Mit den Aufgaben kommt sie gut zurecht.
Luzia Welting fehlt der Kontakt zu den Mitschülern und Lehrern. Mit den Aufgaben kommt sie gut zurecht. Foto: AFG

„Ob das funktioniert?“, fragte ich mich, nachdem die Klassenlehrer uns mitgeteilt hatten, dass die Schule bis zu den Osterferien geschlossen wird. Einerseits jubelten alle gleichzeitig los und freuten sich über die unterrichtsfreie Zeit. Andererseits muss man die Situation auch sehr ernst nehmen, da das Coronavirus ein sehr ansteckendes Virus ist. Nach dem Wochenende bekam ich am Montag das erste Mal über unseren Schulserver „I-serv“ eine Schulaufgabe. Das Ganze fand ich ziemlich aufregend.

Ich machte die Aufgaben und versuchte sie abzuschicken. Das hat allerdings nicht immer so gut geklappt wie gehofft, da ich mich erst mit dem neuen System vertraut machen musste. Einmal schrieb ich einen Text für eine Aufgabe direkt bei I-serv. Ich war erleichtert, als ich endlich fertig war. Ich wollte den Text abschicken, aber plötzlich war der Text weg. Panik stieg in mir hoch, „Mann, jetzt kann ich alles noch einmal neu machen!“, schimpfte ich. Nachdem ich mich beruhigt hatte, schrieb ich den Text noch einmal neu. Außerdem speicherte ich nun die Texte zwischendurch, damit mir so ein Missgeschick nicht noch einmal passiert. „Keine Sorge, nach ein paar Tagen bist du sicher im Umgang mit dem Programm“, sagte meine Mama. Am Ende kam ich mit dem neuen Programm sehr gut zurecht.

An Homeschooling finde ich gut, dass man sich die Arbeitszeiten eigenständig einteilt und etwas länger schlafen kann. Durch den Unterricht zu Hause lerne ich selbstständig zu arbeiten. Allerdings fehlen die Erklärungen der Lehrer im Unterrichtsgespräch. Und ganz besonders fehlt mir der Kontakt.

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