Regelungen für den Schulstart sind verworren / AFG sucht nach Lösungen
Gesundheit der Schüler und Lehrer hat Priorität

Havixbeck -

Von Montag bis Mittwoch kommender Woche öffnen die weiterführenden Schulen in NRW zunächst nur für die Lehrer. Sie sollen in drei Tagen die organisatorischen Bedingungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs schaffen.

Donnerstag, 16.04.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 16:02 Uhr
Die AFG sucht nach Lösungen für den Schulstart.
Die AFG sucht nach Lösungen für den Schulstart. Foto: Ansgar Kreuz

Von Montag bis Mittwoch kommender Woche öffnen die weiterführenden Schulen in NRW zunächst nur für die Lehrer. Sie sollen in drei Tagen die organisatorischen Bedingungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs schaffen. Diese Aussagen des NRW-Schulministeriums sorgt für Unruhe bei Schulen, Schülern und Eltern. Was heißt das jetzt für die AFG ?

„Oberste Priorität hat weiterhin die Sicherheit unserer Schüler und Lehrer. Dies ist für mich der Kern allen Ringens um die beste Entscheidung, wer wann in die Schule kommt“, erklärte AFG- Schulleiter Dr. Torsten Habbel am Donnerstagnachmittag. Seit Ostern trifft sich täglich die Schulleitung, um zu überlegen, wie die Vorgaben des Ministeriums für die Anne-Frank-Gesamtschule passend umsetzen können. Dazu hat sie bis zum 22. April Zeit.

Schulministerin Yvonne Gebauer geht davon aus, dass die Schulen gezielte Angebote in den Prüfungsfächern machen. Es geht dabei nicht um klassischen Unterricht nach Stundenplan. Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge 10 und 13 können folglich selbst entscheiden, ob sie in den nächsten zwei Wochen in die Schule kommen. „Wir überlegen mit dem Schulträger, wie wir die Fahrten zur Schule unter diesen Bedingungen ermöglichen können“, so Habbel.

Auf die zentrale Prüfung nach der zehnten Klasse (ZP 10) wird in diesem Jahr in NRW an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen verzichtet. Stattdessen sollen die Lehrer der Schulen eine Klassenarbeit schreiben lassen, die stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug nimmt, schreibt die Ministerin vor.

Die Fristen können verschoben werden. Auch auf das sonst übliche Abschlussverfahren mit Vornoten und Abweichungsprüfungen wird ausnahmsweise verzichtet. „Hierzu warte ich auf weitere Ausführungsbestimmungen, denn diese Aussage hat Auswirkungen auf die inhaltliche Ausrichtung des freiwilligen Unterrichts im Abschlussjahrgang 10“, sortiert Habbel erstmal die Aussagen der Ministerin, die am Donnerstagmittag dazu Stellung genommen hat.

Ein weiterer Aspekt: Unterricht soll nur erteilen, wer nicht zu einer definierten Risikogruppe gehört. Dazu zählen vor allem ältere und vorerkrankte Lehrkräfte. Die genaue Definition werde in den kommenden Tagen bundesweit einheitlich erarbeitet.

Gemeinsam mit dem Schulträger (Gemeinde Havixbeck) und der Schulleitung wird die Rückkehr in den Schulalltag gut vorbereiten. Dazu gehört auch, dass die Schulen vor der Wiedereröffnung eine entsprechende Grundreinigung erhalten, die den besonderen hygienischen Anforderungen entsprechen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht Habbel davon aus, dass die Abiturprüfungen durchgeführt werden. „Wir finden Regelungen, die die Gesundheit der Schüler wie der Lehrer nicht gefährden. Denn es ist unser Ziel, dass die Schüler das zeigen können, was sie in ihrer Schulzeit gelernt haben und wozu sie fähig sind“, sagte Schulleiter Dr. Habbel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7372749?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F
Nachrichten-Ticker