Neustart an der Anne-Frank-Gesamtschule nach fünf Wochen
„Es ist wie nach den Sommerferien“

Havixbeck -

Immerhin kamen fast 120 Schülerinnen und Schüler verpflichtend aus der Stufe 10 und 75 angehende Abiturienten wieder zur Schule.

Freitag, 24.04.2020, 07:04 Uhr aktualisiert: 24.04.2020, 10:26 Uhr
Die angehenden Abiturienten aus dem Leistungskurs Geschichte haben sich schnell an die neue Sitzordnung gewöhnt.
Die angehenden Abiturienten aus dem Leistungskurs Geschichte haben sich schnell an die neue Sitzordnung gewöhnt. Foto: Klaus de Carné

„Die Situation ist völlig ungewohnt, aber wir lernen damit umzugehen“, fasste der Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ), Dr. Torsten Habbel , den Schulbetrieb am Donnerstagmorgen zusammen. Immerhin kamen fast 120 Schülerinnen und Schüler verpflichtend aus der Stufe 10 und 75 angehende Abiturienten wieder zur Schule. „Es war schon fast wie nach den Sommerferien“, meinte eine Schülerin, die sich gerne auf den Weg zur Schule gemacht hat.

Das große Wiedersehen fand – wie vom Schulleitungsteam geplant – auf dem Schulhof statt. An verschiedenen Punkten waren die Gruppen eingeteilt worden. 15 Schüler waren im grünen Klassenzimmer. Jeweils 15 andere saßen auf Bänken oder im Soccerfeld – alle mit dem nötigen Abstand. In den Klassenräumen war alles dafür vorbereitet, dass sich die Schüler die Hände waschen und desinfizieren konnten.

Die zahlreichen Gruppen brauchten ebenso viele Klassenräume. Kein Problem, solange nicht mehr Schüler kommen. „Bei den Vorschriften benötigen wir natürlich etliche Räume“, so Schulleiter Habbel. Eine Lehrerin aus der Oberstufe konnte nicht kommen. Sie war aber per Videoschalte mit ihren Schülern verbunden und konnte somit alles klären, was gefragt wurde. „Der Kontakt zu den Schülern ist so wichtig. Alle Schüler, die jetzt gekommen sind, bereiten sich auf ihre Prüfungen vor. Sowohl die Stufe 10 als auch die Abiturienten“, meinte Dr. Torsten Habbel.

Am Donnerstagnachmittag traf sich das Schulleitungsteam um 14 Uhr, um den Starttag Revue passieren zu lassen. „Wir tragen zusammen, wie es gelaufen ist, und sind ständig für Veränderungen zu haben“, so Habbel. Ihm war es besonders wichtig, dass die Sicherheit für die Schüler, aber auch für seine Lehrer-Kollegen gewährleistet würde.

Schüler aus den anderen Stufen dürfen noch nicht zur Schule kommen, was doch sehr viele bedauern. Die Schule bekäme Briefe, die schon zu Herzen gingen. Die Schüler schrieben sich alles von der Seele, was sie derzeit bewegt. „Alle vermissen die Schule und wollen gerne kommen. Das ist für uns ein gutes Zeichen und bedeutet auch eine Herausforderung für die nächsten Monate. Keiner weiß, wie lange der Pandemie-Zustand noch anhält und die Anne-Frank-Gesamtschule quasi gezwungen wird, so zu arbeiten“, sagte Dr. Torsten Habbel. Er und seine Kollegen würden alles tun, damit sie den Jungen und Mädchen gerecht werden und irgendwann alle wieder vereint mit ihren Lehrern seien. Das betrifft auch die Mensa, die für den Ganztag so wichtig ist, aber auch nicht in Betrieb gehen darf. Dies könnte noch einige Zeit dauern, was alle sehr bedauern würde, so der Schulleiter.

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