Lauftreff Hohenholte auch während der Corona-Krise aktiv
Laufen stärkt das Immunsystem

Hohenholte -

Laufen in Gemeinschaft – das geht in Corona-Zeiten nicht. Der Lauftreff Hohenholte hat einen Weg gefunden, einerseits Abstand zu wahren und andererseits das Miteinander zu pflegen.

Sonntag, 26.04.2020, 19:30 Uhr
Der Lauftreff Hohenholte stellt sich gerne mal nach einem Lauf für ein Foto eng zusammen. Dies geht zu Corona-Zeiten natürlich nicht mehr. Aber gelaufen wird auf jeden Fall noch. Jeder für sich alleine.
Der Lauftreff Hohenholte stellt sich gerne mal nach einem Lauf für ein Foto eng zusammen. Dies geht zu Corona-Zeiten natürlich nicht mehr. Aber gelaufen wird auf jeden Fall noch. Jeder für sich alleine. Foto: Lauftreff

Üblicherweise finden in diesen Wochen die ersten Starts des Lauftreffs Hohenholte bei den verschiedenen Laufveranstaltungen zu Beginn der Hauptsaison statt. In diesem Jahr waren die Sportler nach dem durchgehenden Winter-Training, unter anderem mit mehreren Kursen, wieder bestens vorbereitet und freuten sich auf die Teilnahme an den ersten Frühlingswettkämpfen. Doch bereits die ersten Rennen in Münster und Coesfeld mussten wegen der einschränkenden Maßnahmen durch die Verbreitung des Corona-Virus abgesagt werden.

Natürlich kann auch der Lauftreff Hohenholte seit Beginn der Kontaktsperren und der Versammlungsverbote nicht wie üblich an drei Tagen in der Woche zusammen trainieren. Was macht der Lauftreff in diesen Zeiten? Chris Voll , Gründer und Leiter des Lauftreffs, hat dazu eine klare Ansage:

„Zunächst können wir dankbar und glücklich sein, dass wir unseren Sport überhaupt weiter ausüben können, und dass das Laufen nicht nur gestattet, sondern empfohlen wird, um die Fitness zu erhalten und das Immunsystem zu unterstützen. Natürlich haben sich durch die mit der Corona-Krise verbundenen Maßnahmen unsere Aktivitäten fundamental verändert. Für viele unserer Mitglieder ist es ohne die regelmäßigen Treffen etwas schwieriger geworden, sich zu motivieren und sich alleine oder zu zweit, mit dem gebotenen Abstand, die Laufschuhe anzuziehen und wie selbstverständlich loszulaufen.“

Man habe trotz aller Einschränkungen einen Weg für alle Läuferinnen und Läufer gefunden, wie sie sich gegenseitig aufmuntern und weiter das Gefühl des gemeinsamen Laufens erhalten können. Aus den eigenen Reihen sei der Vorschlag gekommen, eine Aktion zu wiederholen, an der der Lauftreff im vergangenen Jahr mit großem Erfolg teilgenommen hatte. Dabei wurden im Rahmen eines Wettbewerbes die fleißigsten Laufgruppen der NRW-Regionen gesucht, die innerhalb von vier Wochen die meisten Kilometer laufend zurückgelegt hatten.

Der Lauftreff Hohenholte belegte mit zusammen erzielten beachtlichen 5964 Kilometern einen Spitzenplatz unter den teilnehmenden Gruppen aus ganz Nordrhein-Westfalen und wurde zu der Abschlussveranstaltung der Aktion in Düsseldorf eingeladen.

Ein ähnliches Resultat mit diesmal 6414 Kilometern zurückgelegten Kilometern in vier Wochen gab es im Januar dieses Jahres, als der Lauftreff in einer internen Aktion das Ergebnis aus dem letzten Jahr sogar noch einmal verbessern konnte. Beide Aktionen fanden allerdings unter normalen Bedingungen und mit den gemeinsamen Lauftreffs statt.

Die Frage, die sich aktuell zwangsläufig stellte, war, ob es möglich sein könnte, eine vergleichbare Kilometerzahl zu erreichen, nachdem es den Lauftreff in seiner üblichen Form zurzeit nicht mehr geben kann. „Aktuell laufen wir in einem ‚virtuellen‘ Lauftreff, bei dem jeder alleine laufen muss und seine zurückgelegten Kilometer, die von GPS-gesteuerten Laufuhren aufgezeichnet werden, täglich an mich meldet“, erläutert Chris Voll. „Das Endresultat unserer virtuellen Aktion liegt noch nicht vor, da diese Aktion noch läuft. Aber nach zwei Wochen wurden mir schon 2903 Kilometer gemeldet, die unsere Läuferinnen und Läufer und unsere Walkingabteilung zurückgelegt haben. Unsere Mitglieder kommunizieren und motivieren sich gegenseitig und ich bin sicher, dass wir zusammen ein ähnliches Ergebnis wie zuvor erreichen werden.“

Der Lauftreff Hohenholte, der sich neben seiner sportlichen Ausrichtung als soziale Gemeinschaft versteht, hat einen Weg gefunden, die aktuell soziale Distanz so weit wie möglich zu überbrücken und den Zusammenhalt mit gegenseitiger Hilfe zu wahren.

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