Heute ist der „Tag der Pflege“ / Im Stift Tilbeck bekommen Mitarbeiter eine Aufmerksamkeit
Mitarbeiter sind echte Allrounder

Havixbeck -

Am heutigen 12. Mai ist der „Tag der Pflege“. Das Stift Tilbeck berichtet über ihre vielen Mitarbeiter, die an diesem Tag besonders gewürdigt werden sollen.

Dienstag, 12.05.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 16:38 Uhr
Katharina Hetmann und Michael Kreuznacht gehen mit den Bewohnern gerne nach draußen an die frische Luft. Mit diesem Ritual beginnt fast jeder Tag.
Katharina Hetmann und Michael Kreuznacht gehen mit den Bewohnern gerne nach draußen an die frische Luft. Mit diesem Ritual beginnt fast jeder Tag. Foto: Stift Tilbeck

Am heutigen 12. Mai ist der „Tag der Pflege“. „Wenn wir an Pflege denken, fallen uns Krankenhäuser ein, wir denken an Alten- und Pflegeeinrichtungen, weniger jedoch an Einrichtungen in der Eingliederungshilfe“, berichtet das Stift Tilbeck. Doch der Tag der Pflege bedeute so viel mehr.

Im Stift Tilbeck arbeiten knapp 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Berufsgruppen und an vielen Orten mit dem gemeinsamen Ziel, die ihnen anvertrauten Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen, zu helfen und zu pflegen. Dazu gehört auch, ihnen in einer Werkstatt Arbeitsmöglichkeiten zu geben oder sie in der Freizeitgestaltung zu unterstützen.

Da sind Pflegefachkräfte, Auszubildende, Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, aber auch Inklusionsberater und Handwerker, die alle ihren Teil zu einem gelingenden System beitragen und in erster Linie für andere Menschen da sind.

Und in diesen Zeiten, in denen aufgrund des Coronavirus ein Betretungsverbot für die Werkstatt besteht, Freizeitaktivitäten wegfallen und eine normale Tagesstruktur weder in der Eingliederungshilfe noch in den Pflege- und Wohneinrichtungen möglich ist, ist die enge Zusammenarbeit aller Berufsgruppen besonders wichtig. Pflege ist nicht ohne Beziehungsarbeit denkbar und pädagogische Begleitung kommt oftmals nicht ohne pflegerisches Wissen aus.

Heute ist der Tag der Pflege.

Heute ist der Tag der Pflege. Foto: Stift Tilbeck

„Unsere Mitarbeitenden sind gerade in der momentanen Lage sehr gefordert. Von einem Tag auf den anderen müssen Verordnungen umgesetzt werden und wir müssen schnell reagieren, wir verlangen unseren Mitarbeitern zurzeit sehr viel ab“, so Ruth Meyerink , Geschäftsführerin des Stifte Tilbeck.

„Unsere Leute sind echte Allrounder, neben der Pflege und Betreuung unserer anvertrauten Menschen, sind sie ebenso Freizeitgestalter, Seelsorgende, Computerspezialisten und Organisationstalente. Sie handeln besonnen und professionell und passen ihre Angebote den sich verändernden Bedingungen an. Das stellt alle Mitarbeitenden vor große Herausforderungen.“

Ruth Meyerink ist stolz auf ihre Mitarbeitenden, die nicht nur in der Krise mit viel Motivation und Engagement ihre Arbeit in den Einrichtungen und den verbundenen Unternehmen ausüben. Daher hat die Geschäftsführung sich in diesem Jahr zum Tag der Pflege etwas Besonderes ausgedacht und lässt allen Mitarbeitenden des Unternehmens eine kleine Aufmerksamkeit zukommen, um die wichtige Arbeit in der Pflege und in der Betreuung wertzuschätzen und anzuerkennen. Denn die Einrichtungen und Dienste werden von den vielen Menschen getragen und es ist heute ein besonders guter Tag, um einfach mal hör- und sichtbar „Danke“ zu sagen!

Der 12. Mai als Tag der Pflege erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege. In diesem Jahr, in dem allen Pflegekräften ganz besondere Aufmerksamkeit zuteil wird, würde Florence Nigthingale ihren 200. Geburtstag feiern. Ein besonderer Tag, das findet auch Ruth Meyerink und wünscht sich, dass der Stellenwert der Berufe und „unserer Arbeit in der Alten- und Eingliederungshilfe – auch über die Coronazeit hinaus – dauerhaft mehr Beachtung und Wertschätzung finden würde.“

Mitarbeiterin Ruth Böckenberg: „Wir tragen Mundschutz, keine Umarmungen oder Körperkontakt zu unseren Bewohnern, ein befremdliches Gefühl. Eine Kommunikation ohne Mimik und unsere Stimme klingt ein wenig verzerrt und undeutlich. Wir desinfizieren ständig unsere Hände und manchmal strengt das Sprechen unter der Maske uns an.

Es bleibt die Sehnsucht nach Normalität, Kontakten, Ausflügen, Gottesdienstbesuchen. Es schränkt unsere Freiheit ein, obwohl wir alle verstehen, dass die schützenden Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind. Es bleibt immer die Angst, ich könnte Überträger sein. Trotz alle dem sind wir ein Stück zusammengerückt.“

Katharina Hetmann und Michael Kreuznacht: „Das Wetter ist schön. Worauf warten wir noch? Eines unserer derzeitigen Morgenrituale ist es, mit unseren Bewohnern auf dem schönen Stiftsgelände Spaziergänge zu unternehmen und die Natur zu genießen. Vieles hat sich in dieser schwierigen Zeit für uns verändert. Aber Kopf hoch, diese ungewohnte Zeit geht mal vorbei.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7404751?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F
Nachrichten-Ticker