Ausstellung „Das Biedermeier-Phantasma“
Digitales überlagert Welt der Droste

Havixbeck -

Nachdem das Droste-Museum auf Burg Hülshoff den Betrieb wieder aufgenommen hat, eröffnet das Center for Literature (CfL) am Sonntag (17. Mai) eine neue Sonderausstellung.

Freitag, 15.05.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 10:14 Uhr
Digitale Darstellungen ergänzen die Biedermeier-Realität des Droste-Museums.
Digitale Darstellungen ergänzen die Biedermeier-Realität des Droste-Museums. Foto: Fabian Raith

Nachdem das Droste-Museum auf Burg Hülshoff den Betrieb wieder aufgenommen hat, eröffnet das Center for Literature (CfL) am Sonntag (17. Mai) eine neue Sonderausstellung. „Das Biedermeier-Phantasma – Deep Fake“ überschreibt mit digitalen Mitteln die gewohnte Dauerpräsentation im Droste-Museum. Über Tablets wird die Welt der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) mit der heutigen Welt überlagert.

Die Kuratoren und Programmierer der Ausstellung, Fabian Raith und Lena Eikenbusch, haben sich von den Fragen leiten lassen, wie Wahrheit und Echtheit im Museum und im digitalen Zeitalter funktionieren. Die Gäste sehen nicht neue Objekte in Vitrinen, sondern rufen per Tablet über analoge Ankerpunkte Inhalte ab. Hinter ihnen sind Filme, Hörstücke oder Informationen versteckt. Im Display der Geräte überlagern die digitalen Darstellungen also die Biedermeier-Realität des Museums, überschreiben oder reichern sie an.

Der Eintritt in das Droste-Museum ist am Sonntag (17. Mai) im Rahmen des Internationalen Museumstags frei. Regulär kostet der Eintritt für die Sonderausstellung fünf Euro. Eine Einweisung in die Tablets erfolgt durch das Museumspersonal. Die Ausstellung läuft bis zum 30. November. Derzeit gelten verkürzte Öffnungszeiten für das Droste-Museum: Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Es ist zu beachten, dass zur Einhaltung der Abstandsregeln eine verminderte Zahl von Besuchern das Museum betreten kann, teilt das CfL mit. Ein Besuch ist zu zweit oder im Familienverbund möglich, eine Mund-Nase-Bedeckung ist Pflicht. Aufgrund der Abstandsregeln kann es zu einer Wartezeit kommen.

Menschen, die vorerst die Ausstellung nicht besuchen können, haben am morgigen Sonntag die Gelegenheit, auf der Internetseite des CfL ein Online-Event zum Thema „Museum und Digitales“ zu erleben.

 

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