Erstkommunion in St. Dionysius
Fünf Freunde wieder vereint

Havixbeck -

Eine besondere Situation war es nicht nur für die fünf Freunde, sondern auch für ihre Familien: Erstkommunionfeier in Corona-Zeiten. Viele Helferinnen und Helfer hatten es möglich gemacht.

Montag, 18.05.2020, 17:31 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 18:04 Uhr
Gemeinsam in Gruppenstunden vorbereitet, kamen bei ihrer ersten heiligen Kommunion unter den Augen des zwölfjährigen Jesus, dessen Abbild auf dem Altartuch dargestellt wurde, Nelson Dertenkötter, Oliver Blaik, Lars Wennemer, Lasse Schulte-Kellinghaus und Jesper Schmitz (v.l.) wieder zusammen.
Gemeinsam in Gruppenstunden vorbereitet, kamen bei ihrer ersten heiligen Kommunion unter den Augen des zwölfjährigen Jesus, dessen Abbild auf dem Altartuch dargestellt wurde, Nelson Dertenkötter, Oliver Blaik, Lars Wennemer, Lasse Schulte-Kellinghaus und Jesper Schmitz (v.l.) wieder zusammen. Foto: Ina Geske

Auch in der St.-Dionysius-Kirche traten unter dem diesjährigen Motto „Jesus, erzähle uns von Gott!“, dem vom Bonifatiuswerk herausgegebenen Jahresthema, bei dem es inhaltlich um die Begegnung des jungen Jesus mit den Schriftgelehrten in einem Tempel geht, fünf junge Gläubige zu ihrer ersten heiligen Kommunion an. Sie würden sich aufgrund der ungewöhnlichen Situation wegen der Corona-Krise sicherlich immer genau an den Tag ihrer Kommunion erinnern, stellte Pfarrer Siegfried Thesing die Besonderheit dieses Tages heraus.

Gemeinsam hatten sich vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Gruppenstunden und danach individuell Nelson Dertenkötter, Oliver Blaik, Lars Wennemer , Lasse Schulte-Kellinghaus und Jesper Schmitz auf die Eucharistie vorbereitet. Und als sich herauskristallisierte, dass die Kommunionfeier trotz der außergewöhnlichen Situation stattfinden kann, beschlossen die fünf Freunde, den Weg zum Altar zusammen anzutreten und nicht auf einen Gottesdienst in unbestimmter Zukunft zu warten. Und so schritten sie mit Mund-Nasen-Schutz ausgestattet im engsten Familienkreis durch das Spalier aus Kirchenfahnen in das Gotteshaus hinein.

„Stunden werden eingeschmolzen. Was das bedeutet kann man sehen, wenn wir wissen, dass in dieser Stunde auch die Familie in Neuseeland mitfeiert“, verdeutlichte Pfarrer Siegfried Thesing in seiner Begrüßungsansprache, denn einige seien den Anwesenden auch digital verbunden. Per Livestream wurde die durch die vielen ehrenamtlichen Helfer liebevoll gestaltete Kommunionfeier an Freunde und Familien im Umkreis, aber auch in der ganzen Welt, übertragen.

Am Beispiel einer Kommunionfeier, die er im vergangenen Jahr in Jerusalem besucht hatte und an der sogar nur zwei Kinder teilgenommen hatten, stellte Thesing einen Satz besonders heraus: „Kommunion verstehe ich nicht – ich glaube sie.“ Glaube sei ein schwieriges Wort, führte er weiter aus. „Glaube hat etwas zu tun mit Festmachen. Kommunion ist ein Festmachen, ein Sich-Festmachen an einer Person – nämlich an diesem Jesus. Das ist etwas, das das Leben verändert.“ Man werde frei, seinen eigenen Weg zu gehen „und nicht den Weg, den Mama und Papa einem ausgesucht haben“, erklärte Siegfried Thesing den Kommunionkindern und ging dabei auf die Geschichte des zwölfjährigen Jesus ein, der den Gelehrten von Gott erzählte und somit die Welt auf den Kopf stellte. Im Anschluss empfingen die fünf Jungen ihre erste heilige Kommunion.

Mit anhaltendem Applaus bedankten sich die Kommunionkinder und ihre Familien bei Monika Wellermann und Claudia Amenda-Himker für die Organisation der Feier, bei Greta Himker, Anne-Marie und Bernd Mertens sowie dem Organisten Matthias Schulte für die musikalische Begleitung und bei den vielen Helfern im Hintergrund für die Gestaltung des außergewöhnlichen Gottesdienstes. Die Diotonis, die unter normalen Umständen die Feierlichkeit mitgestaltet hätten, hinterließen ihren persönlichen Bildgruß.

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