Messdiener beweisen Kreativität in Zeiten von Corona
Lagerfeeling per Videobotschaft

Havixbeck -

Nicht unterkriegen lassen sich die Messdiener von St. Dionysius und St. Georg von den vielfältigen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie

Donnerstag, 18.06.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 10:58 Uhr
Etliche Szenen drehten die Messdiener, um das „Laga 2020“ zumindest als Video erlebbar zu machen.
Etliche Szenen drehten die Messdiener, um das „Laga 2020“ zumindest als Video erlebbar zu machen. Foto: Messdiener

Nicht unterkriegen lassen sich die Messdiener von St. Dionysius und St. Georg von den vielfältigen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie. Mit Kreativität und Ideenreichtum sorgen die Obermessdiener dafür, dass auch unter den erschwerten Bedingungen die Gemeinschaft gelebt und erlebt werden kann. Ein Beispiel dafür ist das „Video-Pfingstlager“, das die Messdiener zwar nicht wie üblich auf einem Zeltplatz, aber zumindest an ihren Smartphones zusammenbrachte.

An die Durchführung eines Zeltlagers mit insgesamt rund 200 Teilnehmern war am Pfingstwochenende nicht zu denken. Schweren Herzens mussten die Organisatoren die bei den Messdienern sehr beliebte Veranstaltung absagen. Enttäuschung und Ratlosigkeit machten sich zunächst breit.

An Christi Himmelfahrt kundschaften die Lagerleiter eigentlich die Strecke für die Fahrradtour zum Zeltplatz aus und treffen weitere Vorbereitungen. Nicht so in diesem Jahr. „Innerlich brodelte dann doch die Sehnsucht nach dem Normalen“, erinnert sich Ruth Merschformann von den Messdienern an ihre Gefühlslage. „So hatte ich Christi Himmelfahrt zumindest für mich vor, im Garten sitzend und den Sonnenschein genießend, ein paar Lagerliedchen mit der Gitarre zu spielen.“ Doch dann dann kam die Lager-Video-Idee dazwischen!

Los ging es in der WhatsApp-Gruppe der Lagermusiker. „Unter uns sprudelten gleich viele verschiedene Ideen für Szenen“, berichtet Ruth Merschformann. Mit der Lagerleitung und dem Messdienervorstand wurden weitere Leute ins Boot geholt. Auch Pater Erasmus Tripp und Lagerköchin Antje Wessels stiegen mit ein. „Noch an Christi Himmelfahrt in der Dämmerung haben wir die ersten Szenen des Geistergangs und später einen Teil des Überfalls gedreht“, erinnert sich Ruth Merschformann an die schnelle Umsetzung des Projekts.

An den folgenden Tagen wurden weitere Szenen gedreht, bis hin zu echter Lagerfeueratmosphäre. Fotos früherer Pfingstlager wurden gesichtet und ausgewählt, um sie für das Video zu verwenden. „Problematisch bei der Umsetzung waren immer im Hintergrund wirkend die Abstands- und Coronaregeln“, gibt Ruth Merschformann zu bedenken. Das gedrehte Material und die Fotos schnitt Florian Höfener schließlich zum Film „Laga 2020“ zusammen.

Am Vorabend des Pfingstfestes um 19.20 Uhr startete schließlich per WhatsApp das Video-Pfingstlager der Messdiener. „Hallo alle zusammen, nun wäre ‚Laga 2020‘ und zum ersten mal läuft nichts seinen gewohnten Weg. Bitte nicht vergessen, es ist ‚Laga‘. Egal, ob‘s regnet oder stürmt, ‚Laga‘ ist, was in deinem Kopf passiert“, schrieb Ruth Merschformann zur Begrüßung in die Runde.

Nachdem noch kleinere technische Klippen umschifft worden waren, wurde der erste Teil des Films gezeigt. Teil zwei folgte am Pfingstsonntag.

Per WhatsApp-Nachrichten tauschten sich die Lagerteilnehmer aus. „Es gab viele schöne Antworten der Kinder und Eltern“, freut sich Ruth Merschformann, dass die Idee gut angekommen ist. „Je nach Corona-Möglichkeiten soll es im Herbst das Lagerfeeling irgendwie in echt geben“, blickt sie nach vorne. Überlegt wird, einen Spielenachmittag durchzuführen.

 

Das Video „Laga 2020“ ist auf dem Instagram-Kanal „messdiener.havixbeck_offiziell“ zu sehen.

 

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