Gemeinderat versagt Einvernehmen zum Bau von Windrädern
„Bis Hohenholte sind es keine 1000 Meter“

Havixbeck -

Das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung von Windkraftanlagen im Bereich Herkentrup bleibt versagt. Der Gemeinderat beschloss dies mit 14 Ja- zu elf Nein-Stimmen.

Freitag, 26.06.2020, 18:40 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 19:25 Uhr
Das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung von Windkraftanlagen in Herkentrup versagte der Gemeinderat erneut.
Das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung von Windkraftanlagen in Herkentrup versagte der Gemeinderat erneut. Foto: hpe

Mit einer Mehrheit von 14 Ja-Stimmen ( CDU , FDP , Bürgermeister) und elf Nein-Stimmen (SPD, Grüne) bleibt das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung von Windkraftanlagen im Bereich Herkentrup versagt. Dies wurde im Gemeinderat am Donnerstagabend so beschlossen. Zahlreiche Anwohner aus der Bauerschaft Herkentrup zollten diesem Beschluss mit anhaltenden Applaus.

„Bei dieser Entscheidung geht es nicht für oder gegen Windenergie. Der Kreis Coesfeld hat die Gemeinde im Beteiligungsprozess beteiligt“, sagte Bürgermeister Klaus Gromöller vor der Abstimmung.

Frank Fohrmann ergriff mit einem längeren Statement für die FDP-Fraktion das Wort. Er ging auf den Leserbrief der Grünen-Fraktion ein, der in unserer Zeitung abgedruckt war. Es gehe den Grünen anscheinend nicht um die Anwohner, sondern nur um eine grüne Ideologie, die es durchzusetzen gelte. Dies werfe kein gutes Licht auf die Fraktion. Fest stehe viel mehr, dass die Gesundheit der Anwohner geschützt werden müsse. „Alleine zum Ortskern von Hohenholte sind es nur knapp 1000 Meter. Hier gibt es inzwischen Regelungen, die festgeschrieben sind“, erklärte Fohrmann. Die FDP sei grundsätzlich erst einmal für den Schutz der Bürger da, man laufe nicht den Investoren hinterher.

CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Webering machte deutlich, dass der Mensch im Mittelpunkt stünde. Dies sei im neuen Baugebiet Masbeck genauso wie in Herkentrup. „Wir müssen und wollen den Menschen in den Fokus stellen. Das ist unser Credo“, so Webering. „Wir vergeben weitere Chancen. Wir wollen Umweltschutz. Wir wollen alternative Energieformen“, erklärte Grünen-Fraktionssprecher Friedhelm Höfener.

Ludger Messing (SPD): „Wir sind ganz klar bei den Grünen und wollen die Windenergie.“

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