Känguru-Wettbewerb in Mathematik
180 Schüler knobelten um die Wette

Havixbeck -

Beim Känguru-Wettbewerb in Mathematik waren Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule erfolgreich. Mit 180 Teilnehmern gab es eine neue Rekordbeteiligung.

Mittwoch, 01.07.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 14:20 Uhr
Ben Griesche erhielt als bester Teilnehmer der AFG ein T-Shirt. Seine Mitschüler freuten sich über einen Schlangenwürfel.
Ben Griesche erhielt als bester Teilnehmer der AFG ein T-Shirt. Seine Mitschüler freuten sich über einen Schlangenwürfel. Foto: AFG

Die Fröschin Tilla frisst normalerweise fünf Spinnen pro Tag. Wenn sie ganz besonders hungrig ist, dann frisst sie allerdings zehn Spinnen pro Tag. In den vergangenen neun Tagen hat Tilla 60 Spinnen gefressen. An wie vielen Tagen war Tilla besonders hungrig?

Wer die Antwort herausfinden möchte, muss ein wenig knobeln, denn dies ist eine Frage des Känguru-Wettbewerbs, eines jährlich stattfindenden Mathematik-Wettkampfes für die Jahrgangsstufen drei bis 13, der sich mit einfachen Rechentechniken nicht gewinnen lässt.

„Ziel dieses Wettbewerbs ist es, Freude an Mathematik zu wecken und zu fördern“, erklärt Roman Hinze , Mathematiklehrer und Organisator des Känguru-Wettbewerbs an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG). „Daher wird mit heiteren, unerwarteten Aufgaben gearbeitet, die nicht unmittelbar mit Schulmathematik zu tun haben.“

Besonders erfolgreich war in diesem Jahr sein Schüler Ben Griesche aus der 6.4 in Havixbeck; von insgesamt 120 Punkten erreichte er immerhin 114. „Ich mag Knobelaufgaben“, sagt Ben, der schon in der Grundschule am Känguru-Wettbewerb teilgenommen hat. „Mathe ist mein Lieblingsfach.“

Roman Hinze freut sich sehr, dass der Wettbewerb, wenn auch unter erschwerten Corona-Bedingungen, stattfinden konnte. „Eigentlich terminiert für den dritten Donnerstag im März, war es aufgrund der Corona-Beschränkungen unmöglich, ihn an diesem Termin durchzuführen“, erzählt Hinze. „Aber dann durften die Aufgaben zu Hause gelöst und Ende April im Internet auf einer extra freigeschalteten Webseite eingetragen werden.“ Bei technischen Problemen der Schüler gab Hinze die ihm mitgeteilten Lösungen kurzerhand selbst ein.

Dass es aufgrund von Corona weniger Ablenkung gab als sonst, mag ein Grund dafür sein, dass das Interesse in diesem Jahr unerwartet hoch war. Insgesamt 180 Schüler aus den Klassenstufen fünf bis sieben und neun meldeten sich an, im Vergleich zu den 80 Teilnehmern im vergangenen Jahr ist dies eine Steigerung um mehr als 100 Prozent.

Roman Hinze ist beeindruckt ist von vielen „individuellen Leistungen“. Im kommenden Schuljahr sollen diese Schüler besonders gefördert werden.

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