St.-Dionysius-Bruderschaft
An Grundwerte erinnert

Havixbeck -

Normalerweise hätte sich zu der Zeit ein Schützenzug mit über 150 Personen im Dorf versammelt, um gemeinsam zur Vogelstange zu marschieren und dort einen neuen König und Kaiser zu ermitteln.

Sonntag, 05.07.2020, 18:18 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 14:20 Uhr
Im Anschluss an die Andacht marschierte der erweiterte Vorstand mit Bruderschaftsfahne und geschmücktem Kranz zum Kriegerehrenmal.
Im Anschluss an die Andacht marschierte der erweiterte Vorstand mit Bruderschaftsfahne und geschmücktem Kranz zum Kriegerehrenmal. Foto: Bruderschaft

Gerne hätte die St.-Dionysius-Bruderschaft am vergangenen Samstag einen neuen König als Nachfolger von Benno Neiteler und einen neuen Kaiser als Nachfolge zu Bernhard Meyer zu Rheda präsentiert. Doch die aktuelle Lage lies dies nicht zu, ein traditionelles Schützenfest zu feiern.

Nachdem der große Zapfenstreich am Freitag und das Schützenfest am Samstag und Sonntag abgesagt wurde, kamen die Offiziere und der Vorstand der St. Dionysius Bruderschaft am Samstag zu einer Andacht in der Pfarrkirche zusammen.

Normalerweise hätte sich zu der Zeit ein Schützenzug mit über 150 Personen im Dorf versammelt, um gemeinsam zur Vogelstange zu marschieren und dort einen neuen König und Kaiser zu ermitteln.

Stephan Thiel erinnerte in der Andacht an die eigentlichen Grundwerte der Bruderschaft: „Lasst uns in diesen besonderen Zeiten zeigen, dass wir mehr können als Schützenfest feiern!“ Im Anschluss an die kurze Andacht marschierte der erweiterte Vorstand mit Bruderschaftsfahne und geschmücktem Kranz zum Kriegerehrenmal am Friedhof. Der aktuelle König Benno Neiteler sprach ein paar Worte zu Gedenken der gefallen Opfer in vergangenen und aktuellen Kriegen auf der ganzen Welt. Außerdem zog er Parallelen aus der aktuellen Corona-Pandemie zur Entstehung der St.-Dionysius-Bruderschaft in der Pestzeit. Nach dem Niederlegen des Kranzes am Ehrenmal trennten sich wieder die Wege der Vorstandsmitglieder und Offiziere der Bruderschaft.

„Wir konnten und durften in diesem Jahr kein Schützenfest feiern. Jedoch hielten wir es für angemessen, in diesem engen Kreis ein Zeichen zu setzen“, so der Vorsitzende Christian Albrecht.

So ganz ohne konnten jedoch auch nicht alle. Verschiede Königsbünde nutzen den eigentlich anders verplanten Termin und trafen sich in kleinen Kreisen, um wenigstens einen Hauch von Schützenfest zu feiern. So kamen viele der ehemaligen Könige aus den letzten Jahrzehnten zu einem privaten Treffen und guckten aus, wer im kommenden Jahr auf dem Schützenfest 2021 die Nachfolge des Kaisers Bernhard Meyer zu Rheda antreten könnte.

„Wie schon auf den Bannern zu lesen: Wir freuen uns auf das Schützenfest im nächsten Jahr. Bleibt gesund“, erklärte Schriftführer Andreas Messing. Im kommenden Jahr wird vom 2. bis 4. Juli 2021 alles nachgeholt, so die Bruderschaft.

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