SPD bemängelt unzureichende Notbetreuung in den Sommerferien
Eltern machen sich Sorgen

Havixbeck -

Die Sommerferien laufen seit gut einer Woche und etliche Mütter und Väter machen sich Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder in den dreiwöchigen Schließungszeiten der Kindertagesstätten in Havixbeck, die nun bald bevorstehen.

Mittwoch, 08.07.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 18:02 Uhr
Die St.-Georg-Kita in Hohenholte und das DRK-Familienzentrum am Schlautbach übernehmen in den Ferien die Notbetreuung.
Die St.-Georg-Kita in Hohenholte und das DRK-Familienzentrum am Schlautbach übernehmen in den Ferien die Notbetreuung. Foto: Klaus de Carné

Die Sommerferien laufen seit gut einer Woche und etliche Mütter und Väter machen sich Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder in den dreiwöchigen Schließungszeiten der Kindertagesstätten in Havixbeck, die nun bald bevorstehen. Durch den „Shutdown“, der anfänglichen Notbetreuung in den Kitas und des immer noch anstehenden eingeschränkten Regelbetriebs, sind Überstunden von berufstätigen Eltern schon aufgebraucht. Einige haben ihren Urlaub verschoben, um ihre Kinder zu betreuen. Viele geplante Urlaubstage fallen nun weg.

Daher hat die Landesregierung den Jugendämtern auferlegt, eine Betreuung der Kinder während der Schließungszeiten sicherzustellen. Sofern Eltern darlegen können, für ihre Kinder in den Schließzeiten der Kindertageseinrichtungen eine Ferienbetreuung zu benötigen, da sie selbst die Betreuung nicht übernehmen können, muss eine Betreuung vorhanden sein, so die Landesregierung in einem Schreiben von Ende Mai. Darin heißt es auch, dass neue Gruppensettings während dieser Zeit entstehen dürfen.

Die Havixbecker SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur Sicherstellung der Betreuung während der Ferienschließungszeiten der Kitas und der Offenen Ganztagsschule (OGS) sowie Information der betroffenen Eltern gestellt. In der Ratssitzung am 25. Juni wurde von der Gemeinde mitgeteilt, dass während der dreiwöchigen Schließungszeiten eine Notbetreuung angeboten wird.

„Im Gespräch mit den Eltern aus den verschiedenen Einrichtungen wurde deutlich, dass der Informationsfluss über die Möglichkeit einer Notbetreuung fehlt. Sogar Eltern von Kindern aus den Einrichtungen, die die Betreuung anbieten, haben keine Kenntnis darüber“, berichtet die SPD-Fraktion.

Wie soll eine Notbetreuung genutzt werden können, wenn dieses Angebot nicht bekannt ist? Die SPD hat im Rat die Frage gestellt, wie die Eltern über diese Notbetreuung informiert werden. Dort wurde seitens der Gemeinde und der anderen Fraktionen nicht weiter darauf eingegangen. Der SPD-Antrag wurde abgelehnt. „Den Sozialdemokraten ist es ein Anliegen, umfassend und transparent Bürgerinnen und Bürger zu informieren“, sagt Geraldine Henneböhl. Daher weist die SPD nochmals darauf hin, dass gerade für Eltern, die in dieser besonderen Zeit auf eine Betreuung angewiesen sind, solche wichtigen Informationen existenzsichernd sein können.

Für dieses Jahr übernimmt das DRK-Familienzentrum „Janusz Korczak“ sowie die katholische Kindertagesstätte St. Georg Hohenholte im Wechsel dieses Angebot. Für die Zukunft fordert die SPD eine frühzeitige Information der Eltern hinsichtlich einer Notbetreuung während der Schließungszeiten.

Kinder im Grundschulalter müssen allerdings leer ausgehen. Eine gewünschte Betreuung in den OGS-Schließungszeiten für die Grundschulkinder ist aktuell nicht darstellbar, hat die Gemeindeverwaltung der SPD erklärt. Für die nächsten Jahre wünscht sich die SPD Havixbeck eine gesicherte Kinderbetreuung für Berufstätige und möchte einen Kriterienkatalog für die Bedarfsermittlung vorschlagen.

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