Mario Boonk Prüfungsbester
Traumberuf auf Umwegen gefunden

Havixbeck -

Eine großartige Leistung erbrachte jetzt Mario Boonk: Der Hohenholter legte im Kreis Coesfeld die beste Prüfung zum Maler und Lackierer ab.

Mittwoch, 22.07.2020, 20:29 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 17:06 Uhr
Maik Krawinkel (r.) gratuliert seinem Auszubildenden und Neffen Mario Boonk zum seiner hervorragenden Prüfung. Inzwischen hat er ihn übernommen.
Maik Krawinkel (r.) gratuliert seinem Auszubildenden und Neffen Mario Boonk zum seiner hervorragenden Prüfung. Inzwischen hat er ihn übernommen. Foto: Frank Vogel

Sein Weg in den Beruf war nicht geradlinig. Jetzt aber hat Mario Boonk das Richtige für sich gefunden. Der 22-Jährige aus Hohenholte ist Maler und Lackierer geworden. Und dass er was von seinem Job versteht, das hat er bei der Prüfung vor der Handwerkskammer bewiesen. Im Kreis Coesfeld ist der inzwischen ehemalige Auszubildende Prüfungsbester geworden. Und darf nun am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks auf Landesebene teilnehmen.

Doch noch mal zurück: Der Hohenholter hat nach seiner Realschulzeit in Roxel in Münster eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht. „Ich habe aber gemerkt, dass es das nicht ist“, sagt Mario Boonk. Auch das Fachabi an der Ludwig-Erhard-Schule in Münster war noch nicht das Gelbe vom Ei. Spaß gemacht hatten ihm hingegen immer die Praktika, die er bei seinem Onkel, dem Malermeister Maik Krawinkel , in dessen in Havixbeck ansässigen Unternehmen absolviert hat. „Die Arbeit macht einfach Spaß, und das Betriebsklima ist hier top.“ Vielleicht haben aber auch die Gene etwas mit seiner Leidenschaft für den Beruf zu tun: Schon Marios Großvater war Malermeister. Und so hat er die Ausbildung dann auch in zwei anstatt in drei Jahren durchgezogen.

Dass ihn sein Onkel inzwischen als Gesellen übernommen hat, war keine Frage. „Menschlich und fachlich bin ich hochzufrieden mit Mario“, sagt Maik Krawinkel, der sich 1991 selbstständig gemacht hat und heute insgesamt 22 Mitarbeiter beschäftigt.

Für Mario Boonk geht es jetzt beim Leistungswettbewerb – der in diesem Jahr coronabedingt auf zentrale Bewertungsveranstaltungen verzichtet – mit dem Landeswettbewerb weiter, bei dem sein Gesellenstück von der Jury unter die Lupe genommen wird. Ist der Hohenholter auf dieser Ebene erfolgreich, wartet der Bundeswettbewerb, der mit der Abschlussveranstaltung am 5. Dezember in Berlin feierlich zu Ende geht.

Aber so weit ist es noch nicht. Jetzt hat Mario Boonk, der in seiner Freizeit für Gelb-Schwarz Hohenholtes A-Liga-Fußballmannschaft auf Punktejagd geht, erst einmal genug im Betrieb seines Onkels zu tun. Und was der frischgebackene Geselle in Zukunft beruflich noch anpeilt? Der 22-Jährige schmunzelt: „Mal sehen, was kommt.“

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