Mehrtägiges Kulturevent
„Veranstaltung hat für uns nun mehr Sinn denn je“

Havixbeck -

Das Thema „Fürsorge“ hat durch die Corona-Pandemie noch einmal besonders an Bedeutung gewonnen. Wie sich Künstler mit dem Thema beschäftigen, ist Ende August auf Burg Hülshoff zu bestaunen.

Sonntag, 26.07.2020, 19:08 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 17:06 Uhr
Burg Hülshoff bei Havixbeck.
Burg Hülshoff bei Havixbeck. Foto: Klaus de Carné

Vom 26. bis 30. August feiert das Center for Literature (CfL) auf Burg Hülshoff ein Kulturevent zum Jahresschwerpunkt „Fürsorge“. In Lesungen, Konzerten, Audiowalks, Filmscreenings und Installationen wird künstlerisch der Diskurs verhandelt, der angesichts der Corona-Pandemie nun schlagartig in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist: Care-Arbeit und die Frage nach der gerechten Verteilung von Fürsorge.

„Eine kulturelle Veranstaltung zu diesem Thema hat für uns nun mehr Sinn denn je“, so Dr. Jörg Albrecht , Geschäftsführer der Annette-von-Droste-zu-Hülshoff-Stiftung und künstlerischer Lei-ter des CfL. „Denn wir sehen Literatur und Kunst hier auch in dieser Frage nicht losgelöst von der Art und Weise, wie wir leben. Wir freuen uns, ganz unterschiedliche künstlerische Positionen und Formate zu präsentieren, die fragen, was Fürsorge leisten kann. Und vor allem auch: Wer sie leisten kann. Und wer nicht oder nicht mehr.“

Zu erleben sind unter anderem: eine raumgreifende, poetische Licht-Installation des britischen Künstlers Robert Montgomery im Burgpark; die Premiere der Kopfhörerlesung, eines neuen Formats, bei dem die Gäste selbst zur Erzähler*in oder Figur in Ivana Sajkos „Liebesroman“ werden; performative Romanlesungen aus Katja Lange-Müllers „Drehtür“ und Lukas Bärfuss‘ „Hundert Tage“; eine Lesung von Thomas Meinecke, Ingo Schulze, Robert Stadlober und Antje Rávik Strubel aus dem Roman „Lug & Trug & Rat & Streben“ der kürzlich verstorbenen Schriftstellerin Silvia Bovenschen; eine Installation von La Red Communitaria Trans, einer Gruppe von Transfrauen aus Kolumbien, deren Lebenssituation sich durch Covid 19 noch weiter verschärft hat; ein digitales Game des Performancekollektivs virtuellestheater zur Sorge um die Natur; eine szenische Lesung aus dem Stück „Deutsche Ärzte Grenzenlos“ des Arztes und Dramatikers Tugsal Mogul und eine Lesung von Anke Stelling aus ihrem Roman „Fürsorge“.

Zudem gibt es Kino, eine Diskussionsrunde, Yoga im Burgpark, Kinderbetreuung, DJ-Sets, Konzerte, unter anderem von Phinsterbush, und räumlich-künstlerische Interventionen von Studierenden der TU Berlin (Architektur), der Ruhr-Universität-Bochum (Szenische Forschung), der Kölner Kunsthochschule für Medien (Literarisches Schreiben) und der WWU Münster (Kulturpoetik).

Um Mindestabstände und Hygienemaßnahmen gewährleisten zu können, steht nur eine begrenzte Anzahl von Tickets pro Tag zur Verfügung. Daher wird der Vorverkauf dringend empfohlen. Tagestickets kosten 15 Euro, 10 Euro ermäßigt.

 

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