THW-Helferinnen und -Helfer im Corona-Einsatz
Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Havixbeck -

Die Corona-Pandemie beschäftigt auch die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Havixbeck. Und das auf unterschiedliche Weise.

Mittwoch, 29.07.2020, 20:24 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 13:34 Uhr
Das THW hat seinen Ausbildungs- und Dienstbetrieb auch in Corona-Zeiten schon seit einigen Wochen wieder aufgenommen. Am jüngsten Dienstabend übte die Bergungsgruppe das Brennschneiden – hier ist Tom Janzen in Aktion..
Das THW hat seinen Ausbildungs- und Dienstbetrieb auch in Corona-Zeiten schon seit einigen Wochen wieder aufgenommen. Am jüngsten Dienstabend übte die Bergungsgruppe das Brennschneiden – hier ist Tom Janzen in Aktion.. Foto: Alexander Wessels / THW

Einerseits sind die ehrenamtlichen Kräfte in Corona-Einsätzen unterwegs gewesen, andererseits müssen sie sich in ihrer Arbeit und auch in ihrem Dienst- und Ausbildungsbetrieb auf die Gefahren der Pandemie einstellen.

Über zwei Einsätze kann die Havixbecker Ortsbeauftragte Dr. Christiane Bettin im Gespräch mit unserer Zeitung rückblickend berichten. Einer fand in Coesfeld statt, der andere in Münster.

Gemeinsam mit Helfern der drei anderen THW-Ortsverbände des Kreises Coesfeld waren die Havixbecker Gerd Brinkmann , Marcel Waltersmann und Maik Müthing bei der Einrichtung des Hilfskrankenhauses in der Sporthalle des Pictorius-Berufskollegs im Einsatz. Hier führten sie einen Probelauf der Fremdstromeinspeisung durch. Die Einrichtung zum Einspeisen von Notstrom war zu diesem Zeitpunkt erst kurz zuvor durch eine Fachfirma installiert worden und sollte nun auf Wunsch des Krisenstabs einmal getestet werden. Mit dem 50-kVA-Notstromaggregat des Ortsverbandes Havixbeck wurde die Einspeisung vorgenommen und der Betrieb abschließend erfolgreich getestet.

Der Einsatz in Münster, so berichtet Christiane Bettin, erfolgte im Auftrag der Stadt Münster im Bereich der Hilfe für Obdachlose. Diese hatte – mit Unterstützung des dortigen THW – mehrere Anlaufstellen eingerichtet, eine davon im Bereich der Halle Münsterland. Bei der Versorgung der Obdachlosen war die Havixbecker Helferin Pina Wolter als Köchin tätig.

Diese Einsätze sind nun vorüber. „Aber angesichts steigender Fallzahlen könnte es sein, dass wir wieder tätig werden müssen“, schaut Christiane Bettin auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes regelmäßig nach der Entwicklung der Infektionszahlen.

Und um auf die möglichen neuen Einsätze vorbereitet zu sein, müssen die Helfer in Übung bleiben und sich fortbilden. Seit einigen Wochen wird der Dienst und Ausbildungsbetrieb beim THW-Ortsverband wieder fortgeführt. „Dabei achten wir darauf, dass nicht alle gleichzeitig da sind, sodass im Falle eine Infektion nur ein Teil der Helfer ausfallen würde“, erklärt die Ortsbeauftragte.

Am jüngsten Dienstabend der Bergungsgruppe stand das Thema Metallbearbeitung im Vordergrund. Neben Motor- und Elektrotrennschleifer wurden die Helferinnen und Helfer auch im Bereich des Brennschneidens ausgebildet. Truppführer Alexander Wessels hatte den Dienstabend vorbereitet und verschiedene Aufgaben an die Helferinnen und Helfer gestellt. Das Ablängen von Metallrohren auf Maß, das Durchtrennen von Metallträgern, aber auch die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wurden geübt und vertieft. „Wir sind froh, wieder einen regelmäßigen Dienstbetrieb leisten zu können. Denn nur Übung macht den Meister“, war das einmütige Fazit aller Anwesenden.

Wer sich für die ehrenamtliche Arbeit des THW interessiert und gerne einsteigen möchte, kann sich per Mail (ov-havixbeck@thw.de) an den Ortsverband wenden oder direkt an die Ortsbeauftragte Dr. Christiane Bettin,  01 60/7 36 05 41, oder an Zugführer Benedict Hüls­ken,  01 70/7 07 22 06, wenden. Infos finden sich auch auf der Homepage des THW.

 

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