Sonderausstellung im Sandstein-Museum
Artefakte aus der Natur regen Fantasie an

Havixbeck -

In einer Sonderausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums zeigen Ruth und Heribert Bröking „Artefakte aus der Natur“. Ausgangsmaterial für ihre Arbeiten ist in der Natur gefundenes Holz.

Mittwoch, 02.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 18:42 Uhr
Ruth und Heribert Bröking aus Coesfeld zeigen im Baumberger-Sandstein-Museum Skulpturen, die sie aus in der Natur gefundenen Hölzern gestalten.
Ruth und Heribert Bröking aus Coesfeld zeigen im Baumberger-Sandstein-Museum Skulpturen, die sie aus in der Natur gefundenen Hölzern gestalten. Foto: Baumberger-Sandstein-Museum

Das Baumberger-Sandstein-Museum zeigt seit vergangenen Freitag eine neue Sonderausstellung. Zusätzlich zur Ausstellung „In der Kuhle“ in der Sandsteinscheune präsentiert Museumsleiter Dr. Joachim Eichler im Obergeschoss des Haupthauses „Artefakte aus der Natur“.

Seit 15 Jahren fertigt das Ehepaar Ruth und Heribert Bröking aus Coesfeld Skulpturen, als deren Grundlage gefundene Hölzer dienen. Als Ausgangsmaterial für ihre Arbeiten verwenden sie Holz, das sie als Fall- oder Schwemmholz in Wäldern, an Fluss- und Seeufern, ander Küste oder im Gebirge sammeln und zu Hause über Monate an luftiger, regengeschützter Stelle trocknen.

Bei der Auswahl des Holzes ist es wichtig, dass es sich bereits im Zersetzungsprozess befindet. Durch minimalistische Bearbeitung etwa durch Entrinden, Entfernung aller weichen Zerfallsteile, Feilen, Schleifen und so weiter arbeiten sie die besondere Ästhetik der Objekte heraus, die von der Natur durch den eingeleiteten Verfallsprozess vorgegeben wird.

Die in Handarbeit geschaffenen Exponate sind folgerichtig Unikate. Ihre Ausdrucksstärke erhalten sie durch die naturbelassene Form, Struktur und Maserung des Holzes. In Kombination mit einem besonderen Stein (Calcit, Pyrit, Amazonit, Ammonit, Malachit, Lapis Lazuli, Achat, Opal) als Kopf oder Augen entstehen Objekte, die die Betrachter dazu anregen, Fantasie und Assoziationen freien Lauf zu lassen und eine eigene Sicht, einen eigenen Zugang zu den Werken zu gewinnen.

„Die Ästhetik der Objekte ist beeindruckend“, meint Museumsleiter Dr. Joachim Eichler.

Die Sonderausstellung „Artefakte aus der Natur“ ist zu den üblichen Öffnungszeiten im Obergeschoss des Museums-Hauptgebäudes zugänglich, dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

 

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