Bürgermeisterwahl
Webering und Möltgen in der Stichwahl

Havixbeck -

In Havixbeck gibt es eine Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters. Thorsten Webering (CDU) gewann zwar, hat aber keine absolute Mehrheit. Jörn Möltgen (Grüne) ist sein Herausforderer, er wurde Zweiter.

Sonntag, 13.09.2020, 22:48 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 17:00 Uhr
Thorsten Webering (CDU, r.) hat die meisten Stimmen auf sich vereinigen können, Jörn Möltgen (Grüne, M.) liegt an zweiter Position, die Beiden gehen in die Stichwahl. Ludger Messing (SPD) ist Dritter geworden.
Thorsten Webering (CDU, r.) hat die meisten Stimmen auf sich vereinigen können, Jörn Möltgen (Grüne, M.) liegt an zweiter Position, die Beiden gehen in die Stichwahl. Ludger Messing (SPD) ist Dritter geworden. Foto: Frank Vogel

Thorsten Webering (CDU) hat bei der Bürgermeisterwahl mit 40,6 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Zur absoluten Mehrheit hat es allerdings nicht gereicht, sodass es zu einer Stichwahl am 27. September (Sonntag) kommen wird. Gegenkandidat Werberings wird dann Jörn Möltgen (Grüne) sein, der mit knapp 35 Prozent die zweitmeisten Stimmen bekam. Dritter mit 24,5 Prozent wurde Ludger Messing.

Der gab unumwunden zu, dass er sich mehr erhofft hatte. Auch das Abschneiden seiner Partei betrübte ihn: „Ich bin wirklich traurig über dieses Ergebnis. Wir haben einen professionellen Wahlkampf gemacht wie noch nie zuvor, aber wahrscheinlich ist das Ergebnis dem allgemeinen Trend geschuldet.“ „Mund abwischen, und weiter“, das gehe für ihn an diesem Abend nicht.

Weiter geht es für die anderen beiden Kandidaten. Thorsten Webering war stolz, „dass ich vorne liege“. Und er sei dankbar, dass so viele Wählerinnen und Wähler ihm ihr Vertrauen geschenkt haben. Sein Dank gehe aber auch an seine Familie und das Wahlkampfteam, von denen er toll unterstützt worden sei. „Schade, dass es nicht ganz gereicht hat.“ Aber es seien „drei richtig gut wählbare Kandidaten gewesen, die angetreten sind“, und das sei für die Gemeinde Havixbeck und die Bürgerinnen und Bürger toll gewesen. Er wolle in den kommenden zwei Wochen deutlich machen, dass er als Havixbecker in Havixbeck neue Impulse setzen will. Er hoffe, die Leute davon überzeugen zu können, einen vor Ort lebenden Kandidaten zu wählen.

Das Thema, dass er nicht in Havixbeck wohnt, sei im Verlauf des Wahlkampfes immer weiter in den Hintergrund getreten, erklärte Jörn Möltgen. Er zeigte sich sehr zufrieden. „Ich bin nach dem intensiven Wahlkampf kaputt, aber ich freue mich riesig.“ Er habe spannende Wochen erlebt, sehr lehrreich und mit „extrem aufgeschlossenen Bürgerinnen und Bürgern“. Für die Stichwahl müsse man jetzt noch einmal alles geben. „Das wird ein spannendes Rennen.“

Spannend war es auch im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule, in dem die Gemeinde ein Wahlstudio eingerichtet hatte. Den Corona-Schutzmaßnahmen wurde in der bekannten Weise Rechnung getragen: Kontaktadresse hinterlassen, Desinfektionsmittel benutzen, Stühle weit auseinandergerückt – alles längst eingeübte Rituale. Gewohnt auch das Bild unter dem großen Bildschirm. Fachbereichsleiterin Monika Böse führte durch das Programm, Gustl Wessels bediente die Technik und schob immer wieder neue Ergebnisse nach.

Besonders lange dauerte das Auszählen der Stimmen im Wahlbezirk 6 (Sandsteinmuseum). Hier kam das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erst um 21.45 Uhr.

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