Günther Mertens 80 Jahre
Prägende Persönlichkeit

Havixbeck -

Mit einem Ständchen zum 80. Geburtstag überraschte das Blasorchester Havixbeck von 1878 seinen Ehrendirigenten Günther Mertens nachträglich.

Dienstag, 22.09.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 17:15 Uhr
Günther Mertens (l.) 1977 auf Orchesterfahrt mit dem Blasorchester nach Bellegarde.
Günther Mertens (l.) 1977 auf Orchesterfahrt mit dem Blasorchester nach Bellegarde. Foto: Blasorchester

Mit dieser Überraschung hatte Günther Mertens nicht gerechnet. Das Blasorchester Havixbeck von 1878 spielte dem Ehrendirigenten ein Ständchen zum 80. Geburtstag.

Zum eigentlichen Jubeltag Ende März musste der traditionelle Besuch der Musikerinnen und Musiker aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. Daher war die Freude von Günther Mertens und Ehefrau Ulla über die nachträglichen Geburtstagswünsche besonders groß. Das Orchester wollte sich das Ständchen in diesem Jahr nicht nehmen lassen, denn schließlich ist Mertens in der Geschichte des Blasorchesters und der Musikschule eine prägende Persönlichkeit.

Der gelernte Trompeter übernahm 1972 den Dirigentenstab und bildete schließlich viele Jugendliche musikalisch aus. Mit viel Engagement und jungen MusikerInnen gründete Mertens 1973 das heutige Jugendorchester. In den darauffolgenden Jahren fanden viele Konzerte statt und die ersten Teilnahmen an Wettbewerben. Beide Orchester wurden zu Höchststufenorchestern.

Beim Ständchen: Vorsitzender Martin Rölver (l.) mit Günther und Ulla Mertens.

Beim Ständchen: Vorsitzender Martin Rölver (l.) mit Günther und Ulla Mertens. Foto: Blasorchester

Günther Mertens legte somit den Grundstein für die Havixbecker Hochburg der Blasmusik. Im Jahr 1993 übergab er den Taktstock des Blasorchesters an Bernd Mertens. Einige Jahre später, 2000, legte er auch die Leitung des Jugendorchesters und der Musikschule in andere Hände. Mertens könnte sich jetzt seinem Hobby der „Ikonen Malerei“ widmen. Aber die Musik und das Orchesterleben lassen ihn nicht los.

Mit der Gründung der Musikgemeinschaft Da Capo 1997 hat der 80-Jährige noch heute den Taktstock in der Hand und versprüht viel Freude mit der Musik. Das durfte auch das Blasorchester beim Ständchen erleben, denn der Vollblutmusiker ließ es sich nicht nehmen, dieses selbst zu dirigieren.

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