AFG meistert Corona-Herausforderungen
Masken und feste Lerngruppen

Havixbeck -

Die vielfältigen Schutzmaßnahmen wegen Corona-Pandemie sind für die Anne-Frank-Gesamtschule eine große Herausforderung. Dennoch läuft das Schulleben seit den Sommerferien weitgehend reibungslos.

Samstag, 03.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 11:04 Uhr
Schulleiter Dr. Torsten Habbel (l.) und der Didaktische Leiter Stephan Humpohl tragen Verantwortung für das Schulleben unter Corona-Bedingungen.
Schulleiter Dr. Torsten Habbel (l.) und der Didaktische Leiter Stephan Humpohl tragen Verantwortung für das Schulleben unter Corona-Bedingungen. Foto: AFG

„Großes Kompliment! Ich danke allen, die in dieser schwierigen Corona-Phase seit Monaten konstruktiv und kreativ mitgedacht und mit gehandelt haben“, freut sich AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel . Denn, so seine Einschätzung, trotz zahlreicher Herausforderungen läuft es in der AFG seit den Sommerferien weitgehend reibungslos. Unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wird bei größtmöglicher Sicherheit ein Schulleben ermöglicht, das Kindern und Jugendlichen zu unbeschwertem Lernen verhelfen soll. „An die jahrgangsübergreifend gültigen Regeln haben sich mittlerweile alle gewöhnt“, so Habbel. „Unsere Schülerinnen und Schülern greifen mittlerweile automatisch zur Maske, wenn es in die Pause auf den Schulhof geht.“

Feste Sitzordnung

Der Fokus im Umgang mit dem Coronavirus liege, so Habbel, auf der Maskenpflicht und der Kontinuität fester Lerngruppen. Praktisch bedeutet dies: „Die Sitzordnung in Gruppen haben wir für alle Jahrgangsstufen verbindlich festgelegt“, erklärt Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der Schule. „Durch Gruppentische wollen wir zum einen der Abstandsregel nachkommen, zum anderen soziales Lernen ermöglichen, das die Kinder sowohl in ihrer Sozial- als auch in ihrer Fachkompetenz fördert.“

Sobald sich die Schüler durch den Klassenraum bewegen, wird die Maske aufgesetzt. Dokumentationen der Sitzpläne in den Klassen- und Kursräumen sollen es ermöglichen, im Falle einer Erkrankung gefährdete Schülerinnen und Schüler zu erkennen und in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

„Wir achten darauf, dass sich die Klassen wie auch die Jahrgangsstufen nicht durchmischen“, so Habbel. Möglich wird dies beispielsweise durch feste Pausenbereiche, die den Schülern auf dem Außengelände in Havixbeck und Billerbeck zugewiesen sind. „In der Mensa wird jahrgangsweise in drei Schichten gegessen. Zwischendurch müssen Stühle und Tische desinfiziert werden. So können die 5er-, 6er- und 7er-Klassen eine warme Mahlzeit erhalten.

Am AFG-Standort Billerbeck können durch getrennte Ausgabestellen und Sitzplatzbereiche die Schüler beider Schulen gleichzeitig essen. Die Zehntklässler der Geschwister-Eichenwald-Schule übernehmen sehr zuverlässig die nötigen Desinfektionsarbeiten, auch für die Bereiche der AFG. Hier zeigt sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit der beiden Schulen „unter einem Dach“.

Lunchpakete

„Für die älteren Schüler werden demnächst in Havixbeck Lunchpakete angeboten“, berichtet Stephan Humpohl.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gewinnt die Handdesinfektion immer mehr an Bedeutung. Deswegen gehört diese in den Klassen zur Routine. Ähnlich wie Tafel- und Ordnungsdienst übernähmen die Schüler dies häufig selbst, so Dr. Torsten Habbel.

Corona zwingt Schule, sich einzuschränken. So konnte die Projektwoche nicht stattfinden, Klassen- und Kursfahrten wurden abgesagt, Arbeitsgemeinschaften ab Klasse 7 wurden fast komplett gestrichen, Unterricht wurde gekürzt. „Wir mussten Schwerpunkte bilden und festlegen, was uns am wichtigsten ist“, reagiert Dr. Habbel auf die Herausforderungen. „Alle am Schulleben Beteiligten bemühen sich um ein attraktives, verlässliches Schulangebot. So legen wir Wert darauf, dass wir den Ganztag in der Unterstufe möglichst uneingeschränkt durchführen, der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe ungekürzt ist und die Abschlussklassen unterstützt werden.“

Präsenz- und Distanzunterricht

Perspektivisch muss sich die Schule auf eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht einrichten und Videokonferenzen wie auch Gemeinschaftsarbeiten über die Plattform IServ ermöglichen. Beide Kollegien haben sich in den Sommerferien fortgebildet, um bei einer eventuellen Schulschließung die Schülerinnen und Schüler digital unterrichten zu können.

„Ein großes Aufgabenpaket, das viel Geduld von unseren Schülern und Eltern erfordert und Engagement von meinen Kolleginnen und Kollegen“, resümiert der Schulleiter und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir haben bisher die Probleme gemeinsam gemeistert und werden das auch weiterhin tun!“

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