St.-Dionysius-Bruderschaft
Hoffen aufs nächste Schützenfest

Havixbeck -

Die St.-Dionysius-Bruderschaft hat unter Corona-Bedingungen ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Über allem steht die Hoffnung, dass man bald wieder zusammen feiern kann.

Sonntag, 11.10.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 16:40 Uhr
Vorsitzender Christian Albrecht mit den jungen Vorstandsmitgliedern (v.l.): Frederik Merfeld, Henning Meyer zu Rheda und Tim Heitmann. Merfeld verlas als ältester Scheffer das Jahresprotokoll, Heitmann stellte Meyer zu Rheda als neuen jüngsten Scheffer vor.
Vorsitzender Christian Albrecht mit den jungen Vorstandsmitgliedern (v.l.): Frederik Merfeld, Henning Meyer zu Rheda und Tim Heitmann. Merfeld verlas als ältester Scheffer das Jahresprotokoll, Heitmann stellte Meyer zu Rheda als neuen jüngsten Scheffer vor. Foto: Kerstin Adass

Mit dem Läuten einer großen Kuhglocke, die bei der St.-Dionysius-Bruderschaft als personalisierter Aufmerksamkeitsappell an die Stelle von Weinglas und Silbermesser tritt, eröffnete Christian Al­brecht am Freitagabend die Mitgliederversammlung der Bruderschaft. Der Vorsitzende äußerte seine Freude darüber, dass die im vergangenen März pandemiebedingt ausgefallene Versammlung nun nachgeholt werden konnte. „Wir haben lange damit gerungen, wann und wie wir das machen können.“ Und so trafen sich die Schützenbrüder nicht wie üblich im Restaurant „Apollon“, sondern im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule.

Trotz des Ortswechsels waren die rund 50 Anwesenden in guter Stimmung. Für Hauptmann Bernd Leusmann, der in der Bruderschaft für seine Abneigung gegen das Biertrinken aus der Flasche bekannt ist, hatte der Vorstand ein Bierglas organisiert. Doch auch Leusmann hatte vorgesorgt und brachte mit eigenem Glas und einer Tischdecke ein wenig Restaurant-Atmosphäre ins Forum.

Die vom Vorstand verlesenen Mitgliederzahlen waren für die Schützenbrüder Anlass zum Beifall: Mit 21 neuen Mitgliedern seit 2019 beläuft sich deren Zahl nun auf 590. Zusätzlich gibt es 27 U18-Mitglieder, die den Nachwuchs der Bruderschaft bilden.

Statt der üblichen Topholz-Versteigerung stand während der Versammlung eine Spendenkiste bereit, deren Inhalt in diesem Jahr den Havixbecker Messdienern zugute kommt. Christian Albrecht lobte das Engagement seiner Schützenbrüder während der Corona-Krise. „Da, wo wir helfen können, sind wir da“, versprach er auch für die Zukunft.

Nachdem die ordentliche Aufnahme der neuen Mitglieder mit der Übergabe von Bruderschaftskrawatte und -abzeichen erfolgt war, berichtete Schatzmeister Ralf Paetz von der finanziellen Situation. Insgesamt fiel der Kassenbericht positiv aus. Dies lag einerseits an den erfreulich hohen Einnahmen beim Schützenfest 2019 und andererseits an den geringen Ausgaben im Jahr 2020. „Wir haben noch nicht beschlossen, was wir mit dem Geld machen werden“, schloss Paetz. Dies veranlasste einen amüsierten Zuruf aus der Versammlung: „Kauft doch mal neue Pferde!“

Andreas Lenter und Jürgen Saalfeld bestätigten als Kassenprüfer die vorbildliche Kassenführung von Ralf Paetz. Einstimmig bestätigten die Schützenbrüder sowohl den Entlastungsantrag für Schatzmeister und Vorstand als auch die Wahl von Matthias Badengoth als Nachfolger von Andreas Lenter im Duo der Kassenprüfer.

Anschließend verlas Frederik Merfeld als ältester Scheffer das Jahresprotokoll. Jonas Homann, der am Freitagabend nicht anwesend sein konnte, wurde als Fähnrich verabschiedet. Schließlich stellte Tim Heitmann Henning Meyer zu Rheda als neuen jüngsten Scheffer vor. Der 22-jährige Sohn des amtierenden Königs Bernhard Meyer zu Rheda äußerte seine Hoffnung, aus dem väterlichen Schatten zu treten und mit dem Ehrenamt einen Beitrag für die Bruderschaft zu leisten.

Unter der Leitung von Stephan Thiel erfolgte die einstimmige Wiederwahl von Christian Meyer als Beisitzer im Vorstand. Im Anschluss wurde von den Schützenbrüdern der Wunsch, im kommenden Jahr wieder ein Schützenfest mit Kaiserschießen stattfinden zu lassen, betont.

Und zum Ende der Versammlung hallten die Worte von Schatzmeister Ralf Paetz nach: „Betet für eine Besserung der Corona-Lage, damit wir überhaupt wieder feiern dürfen. Und natürlich für gutes Wetter beim Schützenfest. Werbt fleißig neue Mitglieder und bringt zum Schützenfest viele nette, tanzwütige und trinkfeste Freundinnen, Freunde, Bekannte, Nachbarn und Verwandte mit!“

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