Haupt- und Finanzausschuss berät über Schützenstraße
Separate Radwege könnten Realität werden

Havixbeck -

Der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigt sich am Mittwochabend noch einmal mit dem Ausbau der Schützenstraße.

Dienstag, 01.12.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:17 Uhr
Die Sanierung der Schützenstraße in der Bauphase.
Die Sanierung der Schützenstraße in der Bauphase. Foto: Kerstin Adass

Während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am heutigen Mittwoch um 19 Uhr im Rathaus beschäftigen sich die Mitglieder noch einmal mit der Schützenstraße. Die Arbeiten der Gelsenwasser AG (Erneuerung der Wasserleitung) sowie die Erneuerung von Hausanschlussleitungen und die Umlegung einer Kanalhaltung durch die Gemeinde Havixbeck sind bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen.

Bereits im Jahr 2018 hat der Kreis Coesfeld die Gemeinde Havixbeck darüber informiert, dass die Fahrbahn der K51 (Schützenstraße) in dem Teilabschnitt zwischen der Münsterstraße und dem Südostring erneuert werden soll und ein entsprechender Förderantrag bei der Bezirksregierung Münster gestellt werde. Zu diesem Zeitpunkt sind keine Anträge im Hinblick auf eine möglicherweise erforderliche bauliche Umgestaltung mit dem Ziel einer Verbesserung des Fuß- und Radverkehr eingegangen.

Die nun durch den Kreis Coesfeld beabsichtigte Grunderneuerung der Fahrbahn dient dem nachhaltigen Substanzerhalt der Kreisstraße.

Der Bewilligungsbescheid für die Instandsetzungsmaßnahme liegt der Kreisverwaltung vor und basiert auf einem geschätzten Bauvolumen in Höhe von rund 950 000 Euro bei einer Förderung von 70 Prozent (rund 660 000 Euro). Der Eigenanteil in Höhe von 30 Prozent (rund 290 000 Euro) wird ausschließlich vom Kreis Coesfeld finanziert.

Der Beginn dieser Bauarbeiten ist für den Sommer 2021 vorgesehen. Nach der einstimmigen Beschlussfassung des Kreistages am 2. September haben politische Vertreter des Kreistags, des ADFC Havixbeck und Anlieger diverse Anregungen gegeben, die über die geplante Instandsetzungsmaßnahme der Kreisstraße hinausgehen.

„Wir haben dazu drei Varianten ausgearbeitet und stellen diese zur Diskussion“, erklärte Bürgermeister Jörn Möltgen. Er sieht einen verbesserten Ausbau mit Fuß- und Radwegen als sehr wichtig an. Am 23. November hat ein Erörterungstermin zur weiteren Klärung der Sach- und Rechtslage zwischen der Gemeinde und Vertretern des Kreises vor Ort stattgefunden. Der Kreis kann eine neuerliche Kehrtwende in dieser Angelegenheit nachvollziehen und ist bereit, eine Veränderung vorzunehmen.

„Die Entscheidung, ob wir noch etwas verändern wollen, muss aber bis zum 15. Dezember fallen. Was wir genau unternehmen, ist noch nicht festzulegen“, so Jörn Möltgen.

Im Vorfeld zeichnet sich ab, dass die Variante C „Neubau mit Querschnittsveränderung“ möglicher Weise zum Tragen kommt. Mit einer gravierenden Querschnittsveränderung könnten nach Erneuerung der Fahrbahn beidseitig Schutzstreifen in einer Breite von 1,50 m bis 1,85 Meter für Radfahrer auf der Fahrbahn angelegt werden. Die kombinierten Geh- und Radwege und die baulich getrennten Geh- und Radwege würden in Gehwege mit rund 2 Meter Breite, unter Beibehaltung der Baumbeete, umgebaut.

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