Havixbeck in LEADER-Broschüre vertreten
„Leezenglück“ eines von 60 Best-Practice-Projekten

Havixbeck -

Das Havixbecker Projekt „Leezenglück – gemeinsam unterwegs“ ist eines von 60 Best-Practice-Beispielen, die in einer neuen Broschüre des NRW-Landwirtschaftsministeriums vorgestellt werden. Im April 2019 starteten die Ausfahrten mit den beiden Elektro-Rikschas.

Freitag, 08.01.2021, 09:00 Uhr
Im April 2019 fand die erste Rikschafahrt des Projekts „Leezenglück“ statt. Bei der Premiere mit dabei waren (v.l.) Peter Lübke, Gretel Urmelt, Gisela Kemper, Eduard Fraune und Ulrike Kemper.
Im April 2019 fand die erste Rikschafahrt des Projekts „Leezenglück“ statt. Bei der Premiere mit dabei waren (v.l.) Peter Lübke, Gretel Urmelt, Gisela Kemper, Eduard Fraune und Ulrike Kemper. Foto: Ansgar Kreuz

60 geförderte Best-Practice-Projekte aus dem europäischen Förderprogramm LEADER und dem Landesförderprogramm VITAL.NRW stellt eine neue Broschüre des Landwirtschaftsministeriums vor. Sie trägt den Titel „LEADER und VITAL.NRW – Zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen“. Aus Havixbeck wird darin das Projekt „Leezenglück – gemeinsam unterwegs“ auf zwei Seiten in der Kategorie „Gemeinsam stark“ vorgestellt.

Die Idee zu „Leezenglück“ hatten Berend Hagedorn, Eduard Fraune , Gerhard Meyer und Peter Lübke. Umgesetzt wurde das Projekt mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde. Mit Hilfe der LEADER-Förderung wurden zwei Elektro-Rikschas angeschafft. Ehrenamtliche Fahrer kutschieren damit Senioren, die selbst nicht mehr Fahrrad fahren können, zu schönen Zielen rund um Havixbeck. Im April 2019 fiel der Startschuss zur ersten Rikscha-Tour. Inzwischen hat das Angebot viele Freunde gefunden. Sobald die neue Fahrradsaison starten kann, nimmt der Verein Netzwerke Füreinander-Miteinander wieder Anmeldungen entgegen.

In zahlreichen Regionen Nordrhein-Westfalens spiegeln derartige Projekte die vielfältigen Möglichkeiten der Regionalentwicklung wider. Diese reichen von der Vermittlung generationenübergreifender Hilfe im Alltag, zum Beispiel in der Eifel, bis hin zu einer digitalen Kommunikationsplattform für Dörfer im Mühlenkreis Minden-Lübbecke, teilt das Landwirtschaftsministerium mit.

„Die beiden Programme sind wichtige Bausteine in der Strategie der Landesregierung für eine selbstbestimmte, nachhaltige Entwicklung der ländlichen Regionen. Ländliche Räume leben von tatkräftigen Bürgerinnen und Bürgern, die die Zukunft ihrer Heimat gemeinsam in die Hand nehmen. Die ländlichen Räume zwischen Rhein und Weser sind so vielfältig wie unser Land insgesamt“, erklärte Ministerin Ursula Heinen-Esser.

Jede der 28 LEADER- und neun VITAL.NRW-Regionen hat spezifische Stärken. Im Vordergrund stehen notwendige Anpassungen an den demografischen Wandel, die Grundversorgung ländlicher Orte oder die Erfordernisse der zunehmenden Digitalisierung. Heinen-Esser: „Die beiden Förderprogramme zeichnen sich dadurch aus, dass sie statt vorgefertigter Förderbausteine die Möglichkeit bieten, passgenaue individuelle Lösungsansätze zu erarbeiten und zu unterstützen.“

Allein in der aktuellen EU-Förderperiode werden im Rahmen von LEADER und VITAL.NRW mehr als 90 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) investiert. Bis heute wurden damit etwa 1000 Projekte zur Steigerung der Wirtschaftskraft und der Lebensqualität in ländlichen Gemeinden angestoßen oder bereits umgesetzt.

Der Programmname „LEADER“ leitet sich aus der französischen Übersetzung von „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ ab, während „VITAL.NRW“ auf dem Akronym „Verantwortlich, Innovativ, Tatkräftig, Attraktiv und Ländlich“ beruht.

Die neue Broschüre ist abrufbar und bestellbar im Internet unter url.nrw/BroschLEADER.

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