Jahresrückblick des THW Havixbeck
Engagiert trotz und wegen Corona

Havixbeck -

Rund 10 000 Dienst-, Einsatz- und Ausbildungsstunden leisteten die gut 80 einsatzbereiten Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbands Havixbeck im vergangenen Jahr. Einstellen mussten sich die Ehrenamtlichen dabei auf die besondere Situation durch die Corona-Pandemie.

Dienstag, 12.01.2021, 08:00 Uhr
Die Mitglieder der Fachgruppe Ortung des THW Havixbeck waren mit ihren Rettungshunden im vergangenen Jahr bei Einsätzen und Übungen mehrfach gefordert.
Die Mitglieder der Fachgruppe Ortung des THW Havixbeck waren mit ihren Rettungshunden im vergangenen Jahr bei Einsätzen und Übungen mehrfach gefordert. Foto: THW

Hohes Engagement haben die mittlerweile gut 80 einsatzbefähigten Helferinnen und Helfer des THW , Ortsverbands Havixbeck, gezeigt. Trotz der Umstände im vergangenen Jahr haben sie um die 10 000 Dienst-, Einsatz- und Ausbildungsstunden geleistet. In einem Rückblick lässt der Ortsverband noch einmal einige Highlights Revue passieren.

Besonders freuen konnten sich einige Mitglieder, die für ihre langjährigen Verdienste geehrt wurden: Brigitte Schmengler und Detlef Jungk sind seit zehn Jahren dabei; Martina Böckelmann, Kirstin Braun, Stefan und Tobias Holezeck, Benedict Hüls­ken, Michael Kerk und Petra Schreier seit 20 Jahren sowie Michael Baumeister bereits seit 25 Jahren.

Einsatzkräfte geschult

Direkt Anfang Januar wurde im Ortsverband ein Lehrgang durchgeführt, zu dem Einsatzkräfte aus mehreren Ortsverbänden des Regionalbereiches Münster nach Havixbeck gekommen waren, um sich dem Thema „Ausbildungslehre“ zu widmen. Auch zwei Einsatzkräfte des Ortsverbandes nahmen daran teil. Das Küchenteam verpflegte die Lehrgangsteilnehmer.

Anfang Februar wurde die Fachgruppe Ortung alarmiert, um nach einem Feuerwehrmann zu suchen, der bei einem Einsatz durcheine Explosion in einem Wohngebäudes verschüttet worden war. Die Fachgruppe „Schwere Bergung“ unterstützte die Feuerwehr bei der Bergung ihres Kameraden, der bei dem Einsturz ums Leben kam.

„Dann kam der Lockdown, und der Dienstbetrieb im Ortsverband änderte sich schlagartig“, berichtet das THW. „Nur noch die allernotwendigsten Dienste zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft waren erlaubt. Geplante Ausbildungen und Übungen wurden abgesagt. Keine gemeinsamen Dienstabende waren mehr möglich.“ Nach und nach wurde die ein oder andere Ausbildung oder Besprechung online durchgeführt und wurden Konzepte zur Wiederaufnahme des Dienstbetriebes angeschoben.

Notstromversorgung getestet

Im April wurde die Notstromversorgung am Behelfskrankenhaus in Coesfeld getestet, um für einen möglichen Betrieb eines Ersatzkrankenhauses gewappnet zu sein. Auch bei weiteren coronabedingten Einsätzen war das THW tätig. So war eine der Köchinnen im April im Einsatz, um den Ortsverband Münster bei der Essenszubereitung für Obdachlose zu unterstützen.

Im Juni gab es erneut einen Einsatz für die Fachgruppe Ortung. Die Polizei forderte Flächen-Suchhunde an, um eine vermisste Person im Ennepe-Ruhr-Kreis zu finden. Die THW-Kräfte, die auch aus anderen Verbänden kamen, konnten die Person in ihrem Suchgebiet zwar nicht finden, aber auf der Rückfahrt kam die Meldung, dass diese wohlbehalten im Nachbarort aufgefunden worden war. Nur einen Tag später fand eine Vorprüfung beziehungsweise ein Einsatztest für einige Rettungshunde statt, die diese erfolgreich absolvierten.

Bei Übungen trainierten die THW-Helfer für den Ernstfall.

Bei Übungen trainierten die THW-Helfer für den Ernstfall. Foto: THW

„Aufgrund der Pandemie mussten wir dann schweren Herzens unseren Tag der offenen Tür zum 65-jährigen Bestehen des Ortsverbandes und des 20-jährigen Bestehens der Jugendgruppe absagen“, bedauert das THW.

Nach der verheerenden Explosion am 4. August im Hafen von Beirut wurde die bundesweite Schnelleinsatz-Einheit „Bergung Ausland“ des THW alarmiert. Zu dem ehrenamtlichen Team gehörte mit Stephan Mondry auch ein Havixbecker Helfer mit seiner Rettungshündin.

3900 Mittagessen gekocht

Bei einer Blindgänger-Sondierung und anschließenden Entschärfung der gefundenen Weltkriegsbomben am 20. September in Münster unterstützten mehrere Helfer des Ortsverbandes im Bereich der Logistik und übernahmen Transportaufgaben. Ein Teil des Küchenteams war ebenfalls vor Ort und stellte zusammen mit weiteren THW-Köchen und -Köchinnen aus NRW etwa 3900 Portionen Mittagessen her. Ebenfalls im September leisteten die Havixbecker Amtshilfe für die Bundeswehr: Bei einer Großübung der Truppe in Handorf waren Zeltunterkünfte auf- und abzubauen.

Anfang Oktober wurde entschieden, mit einer neuen Grundausbildung zu starten. Aufrufe dazu hatten guten Erfolg. Neben sechs Helferanwärtern aus der Jugendgruppe kamen sechs bis acht neue Helfer-Anwärterinnen und Helfer-Anwärter dazu.

Ein Highlight gab es zum Ende des Jahres: Am 21. November erhielt der Ortsverband einen neuen Mannschaftstransportwagen.

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