SPD-Workshop zum Wanderweg an der Münsterschen Aa
Zwischen Naturschutz und Bedürfnis nach Erholung

Havixbeck -

Der Havixbecker SPD-Ortsverein hat sich intensiv mit der Idee eines Wanderweges entlang der Münsterschen Aa beschäftigt. Die Meinungen dazu waren durchaus gemischt.

Donnerstag, 04.02.2021, 22:33 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 22:40 Uhr
Kann und sollte man einen Wanderweg entlang der Münsterschen Aa von Haus Kump bis zur Burg Hülshoff anlegen? Der SPD-Ortsverein diskutierte darüber in einem Online-Workshop.
Kann und sollte man einen Wanderweg entlang der Münsterschen Aa von Haus Kump bis zur Burg Hülshoff anlegen? Der SPD-Ortsverein diskutierte darüber in einem Online-Workshop. Foto: Thomas Schubert

Insgesamt 35 Teilnehmer nahmen am Online-Workshop des SPD-Ortsvereins Havixbeck zur Idee eines Wanderwegs entlang der Münsterschen Aa teil. Zunächst präsentierte Beate Kretzschmar von der SPD Münster ihre Idee zu einem Wanderweg vom münsterischen Aasee in Richtung Burg Hülshoff und skizzierte den weiteren Verlauf der Münsterschen Aa auf Havixbecker Gebiet.

Beate Kretzschmar bekräftigte, dass es keinesfalls die Idee sei, wertvolle Naturschutzgebiete zu zerstören, sondern ein Wanderweg auf solche Gebiete Rücksicht nehmen müsse. Gleichzeitig wies sie aber auch darauf hin, dass es durchaus unterschiedlich genutzte Gebiete mit unterschiedlichen Schutzbedürfnissen entlang der Münsterschen Aa gebe.

Viele der Teilnehmer sahen die Pläne für den Wanderweg entlang der Aa skeptisch, berichtet der SPD-Ortsverein Havixbeck in einer Pressemitteilung. Bedenken bestünden insbesondere gegenüber Eingriffen in Naturschutzgebiete. Auch bei kleineren Wanderwegen sei damit zu rechnen, dass Fußgänger sich nicht an geltende Regeln hielten, zum Beispiel ihre Hunde frei laufen ließen oder die Wege verließen. Auch sahen Teilnehmer mögliche Gefahren durch Mountainbiker, welche auf die Idee kommen könnten, den Wanderweg zu nutzen. Die Aa sollte in den Naturschutzgebieten sich selber überlassen werden.

Positiv angemerkt wurde, dass sich insgesamt eine touristisch wertvolle Route ergäbe, unter anderem vorbei an Haus Kump, Burg Hülshoff, Hohenholte, Haus Stapel und Klute. Auch im Nahbereich müsse eine Erholung für die Bürger in naturnahem Raum ermöglicht werden. Gerade mit der Nutzung eines Wanderweges in einem naturbelassenen Gebiet könne eine stärkere Verbindung zur heimischen Natur ermöglicht werden.

„Letztlich bleibt wohl immer ein Dilemma zwischen dem Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und Erholung in der Natur einerseits und dem Schutzbedürfnis der Natur andererseits“, zieht der SPD-Ortsverein Havixbeck ein Fazit der Diskussion. Die Sozialdemokraten freuen sich über den lebhaften Austausch und wollen sich weiter zum Thema unter Berücksichtigung der eingebrachten Meinungen beraten, heißt es abschließend.

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