AFG kooperiert mit Uni Münster
Rechnen auf digitalen Lernpfaden

Havixbeck -

Die Anne-Frank-Gesamtschule kooperiert seit 2017 mit dem Institut für Didaktik der Mathematik der Universität Münster. Entwickelt werden digitale Lernpfade, die zunehmend den Einsatz der klassischen Tafel im Unterricht ersetzen.

Dienstag, 09.02.2021, 18:00 Uhr
Jule Volbers (l.) und Iris Kattenbaum besprechen eine Aufgabe in den Lernpfaden.
Jule Volbers (l.) und Iris Kattenbaum besprechen eine Aufgabe in den Lernpfaden. Foto: AFG

Mathematikunterricht, also Algebra, Analysis oder auch Geometrie, greift immer mehr auf digitale Unterstützung zurück – und lässt damit die klassische Tafel hinter sich. An der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) gehen Lehrerinnen und Lehrer didaktisch neue Wege, indem sie sich mit Wissenschaftlern und Studierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) vernetzen.

Seit dem Wintersemester 2017/18 kooperiert die AFG mit dem Institut für Didaktik der Mathematik. Im Rahmen eines Seminars entwickeln Studierende der WWU in Absprache mit Lehrenden der AFG sogenannte „Lernpfade“, die von Mathematikklassen getestet und anschließend weiter genutzt werden.

„Digitale Lernpfade sind internetbasierte Lernumgebungen, die Inhalte strukturieren und so leichter verständlich machen“, erklärt Jule Volbers , Lehrerin für Mathematik, Informatik und Geschichte, die die Zusammenarbeit koordiniert. Zudem seien interaktive Materialien integriert, wie etwa „GeoGebra-Applets“ sowie Hilfestellungen und Lösungen, die schnelles Feedback ermöglichen.

Der Einsatz von Lernpfaden soll selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen in individuellem Lerntempo fördern, denn sie bieten den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit, eigenständig Lücken aufzuarbeiten, beispielsweise beim Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II.

Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler auf das digitale Lernen sind nach Erfahrung der beteiligten Kolleginnen, Iris Kattenbaum, Claudia Spliethoff, Birgit Schlüter-Schier und Sarah Holthaus, durchweg positiv. „Die verschiedenen digitalen Materialien zum jeweiligen Thema sind abwechslungsreich und dadurch sehr motivierend“, so Kattenbaum. Die Lernpfade dienten zudem als wertvolles Diagnoseinstrument.

Neu in diesem Semester ist die Entwicklung eines Lernpfads zur Vorbereitung auf die Lernstanderhebung in Jahrgangsstufe 8, „Fit für Vera 8“. Coronabedingt konnte die Durchführung nicht in der Schule selbst erfolgen. Daher organisierte die Universität zusammen mit Volbers und Kattenbaum für alle vier Klassen Videokonferenztermine. Lena Frenken, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Didaktik, schaltete sich jeweils zu Stundenbeginn hinzu, erklärte die Vorgehensweise und war für Fragen während des Zeitraumes erreichbar.

„Eine Auswertung ergab, dass die Schülerinnen und Schüler die Arbeit mit dem Lernpfad als sehr unterstützend bewerten“, freut sich Kattenbaum, die unter anderem die 8.1 Klasse unterrichtet. „91,1 Prozent unserer Schüler stimmten zu, dass die Aufgaben ihnen geholfen haben, Themen zu wiederholen. So kann selbstständiges Arbeiten gelingen.“

„Die Lernpfade bieten gerade jetzt, im Distanzlernen, eine hervorragende Unterstützung“, sagt Schulleiter Dr. Torsten Habbel. „Die Kooperation mit der Universität ist erneut eine große Bereicherung für die AFG.“

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