Positives Feedback für das Distanzlernen an der AFG
Gemeinsam gut durch die Zeit kommen

Havixbeck -

Dass der Distanzunterricht das Lernen in der Schule nicht ersetzen kann, ist allen Beteiligten an der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck-Billerbeck klar. Die positiven Rückmeldungen von Schülern und Eltern bestärken die Schulleitung und Lehrer aber, die gewählten Formen des Lernens im Lockdown fortzusetzen.

Mittwoch, 17.02.2021, 06:00 Uhr
Sechstklässler Jaiden lernt gut im Distanzunterricht der Notbetreuung an der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck.
Sechstklässler Jaiden lernt gut im Distanzunterricht der Notbetreuung an der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck. Foto: AFG

Knapp zwei Monate sind Schulklassen und Lehrerkollegium jetzt schon im Lockdown, das Distanzlernen ist zu einem Alltag geworden, der allen Beteiligten viel abverlangt. Umso wichtiger ist es für die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) mit allen Beteiligten im Gespräch zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen.

Dazu gehört es auch, bei Schülerinnen, Schülern sowie deren Eltern nachzufragen, wie der Distanzunterricht zu Hause ankommt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Mehr als 80 Prozent haben sich an unserer Befragung beteiligt“, sagt der Didaktische Leiter der AFG, Stephan Humpohl, der sich über viele positive Rückmeldungen freut. So lobten mehr als 90 Prozent die zuverlässige Erreichbarkeit der Lehrkräfte. „Probleme wurden gemeinsam besprochen und in der Regel auch gelöst.“

Eine Herausforderung sei dagegen die noch unzureichende technische Ausstattung mancher Haushalte. „Teilweise gibt es keine ausreichende Internetverbindung, weshalb einige Kinder nicht oder nur unzuverlässig an Videokonferenzen teilnehmen können“, so Humpohl.

„Andere Familien besitzen keinen Drucker oder nur ein digitales Endgerät, das sich mehrere Geschwister teilen.“ Solche Kinder seien im Distanzunterricht benachteiligt, würden jedoch nach Kräften aufgefangen. „Wir eröffnen unterschiedliche Wege, sich den Unterrichtsstoff anzueignen, etwa über Erklärvideos oder diverse Funktionen im Aufgabenmodul, wenn die Videokonferenz nicht funktioniert. Und wenn es gar nicht anders geht, rufen wir auch an“.

Im Vergleich zum ersten Lockdown im Früher 2020 hat sich an der AFG viel getan. „Wir haben uns auf die derzeitige Situation gut vorbereitet“, betont Schulleiter Dr. Torsten Habbel . „Die Lernplattform IServ funktioniert stabil und wir setzen uns sehr dafür ein, dass kein Kind den Anschluss verliert.“ So wurden Schülerinnen und Schülern, in deren Familie es kein digitales Endgerät gab, durch die Gemeinde Havixbeck mit iPads ausgestattet. Ebenso wichtig ist der Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen und eine verlässliche Notbetreuung an beiden Standorten Billerbeck und Havixbeck. Das Kollegium lernte die Technik in schulinternen Fortbildungen; ein didaktisches Konzept zum Distanzunterricht, das über die Startseite der Homepage einsehbar ist, sorgt für Transparenz.

Neu im Distanzlernen ist der regelmäßige Einsatz von Videokonferenzen. „Jüngeren Schülerinnen und Schülern verlangt dies viel Konzentration ab, daher setzen wir diese Unterrichtsform in der Unter- und Mittelstufe dosiert ein“ erklärt Humpohl. „Wichtig ist vor allem der soziale Kontakt.“ In der Oberstufe sei dagegen mehr möglich.

„Unsere älteren Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich online in Gruppen mit Unterstützung ihrer Fachlehrer neue Unterrichtsinhalte. „Trotz dieser Distanz kann so jeder am Unterricht mitarbeiten und seine Ergebnisse teilen“, erzählt Q1-Schülerin Lotte (17).

„Am Ende werden die Ergebnisse in einem speziellen Textmodul für alle gespeichert. Das hilft uns bei der Klausurvorbereitung.“ Da eine Lehrkraft oftmals weit über 100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, sei es laut Humpohl zwar nicht leistbar, zu jeder Aufgabe eine individuelle Rückmeldung zu geben, „aber IServ bietet uns einige gute Alternativen.“

Dass Distanzunterricht das Lernen in der Schule nicht ersetzen kann, ist allen Beteiligten mehr als klar, dennoch blicken Humpohl und Habbel optimistisch in die Zukunft: „Die positiven Rückmeldungen bestärken uns in unserer Arbeit. Gemeinsam kommen wir gut durch diese Zeit.“

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